Hitze: Vierjähriger ertrinkt in Baggersee

In der Sommerhitze sind an diesem Wochenende bereits mehrere Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. In Kleinsenderlbach (Oberfranken) fanden Taucher einen leblosen Vierjährigen auf dem Grund des Baggersees.
von  az/dpa
Die DLRG ruft dazu auf, nur in bewchten Gewässern zu baden. An Badeseen gebe es besondere Gefahren, da dort meist große Temperaturunterschiede herrschten und das Gewässer abrupt tiefer werden könne.
Die DLRG ruft dazu auf, nur in bewchten Gewässern zu baden. An Badeseen gebe es besondere Gefahren, da dort meist große Temperaturunterschiede herrschten und das Gewässer abrupt tiefer werden könne. © dpa

Kleinsendelbach/Berlin - Ein Vierjähriger ist in einem Baggersee in Kleinsendelbach (Landkreis Forchheim) ertrunken. Wie die Polizei in Bayreuth mitteilte, wurde der Junge seit Samstagabend vermisst.

Feuerwehr und Wasserwacht eilten mit rund 125 Helfern an den See. Ein Polizeihubschrauber kreiste in der Luft. Ein Taucher fand das leblose Kind auf dem Grund des Gewässers in Ufernähe.

Die Wiederbelebung sei ohne Erfolg geblieben, hieß es. Ein Notarzt stellte gegen 22.00 Uhr den Tod fest. Wie es zu dem Unglück kam, blieb zunächst unklar.

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Tödliche Badeunfälle häufen sich

 

In Deutschland sind am Wochenende mehrere Menschen ums Leben gekommen. Am Rheinufer in Köln kam am Samstag ein Sechsjähriger beim Spielen ums Leben, nachdem er von der Strömung erfasst worden war. In einem Naturfreibad in Siegen ertrank ein Jugendlicher. Zwei Männer starben bei Badeunfällen in der Nähe von Aachen. Auch am Bodensee, in Brandenburg und in Hamburg gab es tödliche Unfälle.

 

DLRG warnt vor Leichtsinnigkeit

 

Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) ruft dazu auf, nur in bewachten Gewässern zu baden. Ihren Angaben nach spielt bei Badeunfällen häufig Leichtsinn eine Rolle. Oft überschätzten Menschen ihr eigenes Können. An Badeseen gebe es besondere Gefahren, da dort meist große Temperaturunterschiede herrschten und das Gewässer abrupt tiefer werden könne. Wenn der Grund bewachsen ist, könne man sich außerdem in den Pflanzen verfangen.

Im vergangenen Jahr starben laut DLRG 392 Menschen beim Baden in Deutschland, die meisten in Flüssen und Seen.

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