Bayern: Bär in Garmisch-Partenkirchen gesichtet!

In Bayern ist nach langer Zeit wieder ein Bär unterwegs. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde das Tier von einer Wildtierkamera fotografiert. Ist es der selbe Braunbär, der vor wenigen Wochen in Österreich aufgetaucht ist?
von  AZ/dpa
Ein Bär ist in einem Wald in Leermoos, unweit vom Plansee, in eine Wildfotofalle getappt. Ist es dasselbe Tier, das jetzt in Bayern gesichtet wurde?
Ein Bär ist in einem Wald in Leermoos, unweit vom Plansee, in eine Wildfotofalle getappt. Ist es dasselbe Tier, das jetzt in Bayern gesichtet wurde? © Bezirksjägermeister Anton Klotz/APA/dpa

Garmisch-Partenkirchen - Mehr als 13 Jahre nach dem Abschuss von Braunbär Bruno ist wieder ein Bär nach Deutschland eingewandert. Eine Wildtierkamera habe das Tier in der Nacht auf Mittwoch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fotografiert, teilte das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mit.

Braunbär seit Anfang Oktober in Bayern unterwegs?

"Der Bär verhält sich nach wie vor sehr scheu und unauffällig", erläuterte die Behörde. "Bayern ist mit einem Managementplan auf diese Situation vorbereitet." Bereits Anfang Oktober sind in den bayerischen Alpen Kotspuren entdeckt worden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Bären hindeuten. Auch im Juni war ein Braunbär im österreichischen Tirol aufgetaucht. Es sei möglich, dass es sich um dasselbe Tier handele und das aktuelle Foto die Wanderbewegungen des Tieres dokumentiere.

Ein Bär ist in einem Wald in Leermoos, unweit vom Plansee, in eine Wildfotofalle getappt. Ist es dasselbe Tier, das jetzt in Bayern gesichtet wurde?
Ein Bär ist in einem Wald in Leermoos, unweit vom Plansee, in eine Wildfotofalle getappt. Ist es dasselbe Tier, das jetzt in Bayern gesichtet wurde? © Bezirksjägermeister Anton Klotz/APA/dpa

Braunbär Bruno 2006 als "Problembär" abgeschossen

Braunbär Bruno war im Sommer 2006 der erste Bär, der nach 170 Jahren seine Tatzen nachweislich auf bayerischen Boden setzte. Wochenlang hatten die Behörden damals versucht, den streng geschützten Bären zu fangen, der Schafe riss, Bienenstöcke plünderte und sogar durch Ortschaften marschierte. Im Juni wurde der "Problembär" schließlich im oberbayerischen Rotwandgebiet abgeschossen. Heute steht Bruno ausgestopft im Münchner Museum "Mensch und Natur" in Schloss Nymphenburg.

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