Was erreichen die Langlauf-Damen in Falun?

Die deutschen Langlauf-Damen sollen in der Staffel das heiß ersehnte Edelmetall holen. Die Vorzeichen dafür stehen allerdings alles andere als gut. Seit der Tour de Ski zeigt die Formkurve nach unten.
von  dpa
Was erreichen die deutschen Langlauf-Damen (hier im Bild: Nicole Fessel) bei der Nordischen Ski-WM in Falun?
Was erreichen die deutschen Langlauf-Damen (hier im Bild: Nicole Fessel) bei der Nordischen Ski-WM in Falun? © dpa

Falun - Langlauf-Staffeln waren in der Vergangenheit oftmals "Wundertüten". Die deutschen Damen wurden 2002 völlig überraschend Olympiasieger, ein Jahr später Weltmeister. In Oberstdorf 2005 blieb man als Vierter medaillenlos, um zwei Jahre später wieder Silber zu gewinnen. Und das zumeist in der selben Besetzung. Bei den 50. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun geht das DSV-Quartett an diesem Donnerstag als Olympia-Dritter an den Start. Die Vorleistungen allerdings lassen kaum Medaillenträume reifen. Ein Formcheck der deutschen Damen.

Nicole Fessel

Die Oberstdorferin läuft die beste Saison ihrer Karriere. Die 31-Jährige blieb bislang von Verletzungen, vor allem aber Erkrankungen verschont. Platz zwei beim Weltcup in Davos im Feld der kompletten Weltspitze ließ aufhorchen. Auch die Tour de Ski war ein großer Erfolg. Die designierte Startläuferin sollte ihren Mitstreiterinnen eine gute Ausgangsposition verschaffen.

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Stefanie Böhler

Nach einer sehr guten ersten Saisonhälfte läuft es bei der Schwarzwälderin derzeit zäh. Die am Freitag 34 Jahre alt werdende Böhler konnte in Falun vor allem im Skiathlon nicht ihr Leistungsvermögen abrufen und zweifelte an sich. Dennoch gilt sie beim möglicherweise letzten Staffel-Einsatz ihrer Karriere im klassischen Part als unersetzbar.

Victoria Carl

Für die Junioren-Weltmeisterin ist es der erste Staffel-Einsatz bei den "Großen". Sie profitiert vom Rückzug von Claudia Nystad, die aufgrund ihrer Formkrise nach einem Sturz bei der Tour de Ski mit Gehirnerschütterung auf einen Einsatz verzichtet. Carl zeigte beim Skiathlon am Samstag auf der klassischen Runde eine starke Leistung und sollte das deutsche Quartett im Rennen halten können.

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Denise Herrmann

Sie soll die Staffel wie bei Olympia zum Erfolg führen. Doch die Oberwiesenthalerin läuft ihrer Top-Form derzeit hinterher, kann nicht das sein, was Trainer und Kolleginnen von ihr erwarten - die Nummer eins im Team. Und doch muss sie in dieser Entscheidung über ihren Schmerzpunkt hinausgehen, wenn das erhoffte Edelmetall tatsächlich Realität werden soll.