Taten statt Worte: Stefan Lex hat mit dem TSV 1860 noch viel vor

Nach einer weitgehend enttäuschenden Halbserie schuftet der TSV 1860 aktuell in Belek auf die zweite Saisonhälfte hin. Neu-Kapitän Stefan Lex hat den Aufstieg noch nicht abgeschrieben - große Kampfansagen will der Angreifer aber nicht machen.
von  AZ
Stefan Lex hat im Dezember die Kapitänsbinde von Sascha Mölders übernommen.
Stefan Lex hat im Dezember die Kapitänsbinde von Sascha Mölders übernommen. © IMAGO / Jan Huebner

München - Ein großer Lautsprecher war Stefan Lex noch nie. Der gebürtige Erdinger gilt eher als introvertierter Typ, stets professionell und voll fokussiert auf seinen Beruf. Als neuer Kapitän des TSV 1860 kommt der ehemalige Bundesligaspieler aber nicht drum herum, auch öffentlich Stellung zur Lage bei seinen Löwen zu beziehen.

Aktuell macht sich Lex mit dem Sechzig-Tross im türkischen Belek fit für die zweite Halbserie - die soll schließlich deutlich erfreulicher werden als die erste, die die Löwen als Tabellenzehnter mit sieben Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz abgeschlossen haben. Immerhin: Nach der Trennung von Sascha Mölders zeigte sich 1860 zum Jahresende formverbessert und verabschiedete sich mit zwei Siegen in die Winterpause.

Lex kämpferisch: "Vom Reden kriegst du nichts"

Die Ansprüche sind freilich andere, dessen ist sich auch Lex bewusst. Die Spielzeit hat der neue Bindenträger der Sechzger aber noch lange nicht abgeschrieben. "Ich glaube schon, dass wir in dieser Saison noch was reißen können", sagte der 32-Jährige zum Wochenstart im Gespräch mit der AZ.

Sein Ziel sei natürlich noch immer der Aufstieg, große Kampfansagen will er aber nicht machen. "Vom Reden kriegst du nichts, nur von dem, was du auf dem Platz lieferst. Von daher möchte ich heuer nicht vom Aufstieg reden. Wir müssen erstmal Konstanz reinbringen", stellt Lex klar und gibt zu, dass die Favoritenrolle der Leistung Mannschaft im Laufe der Hinrunde nicht unbedingt gut getan habe.

Lex: Darum lief es in der Hinrunde nicht wie in der Vorsaison

"Wenn du letztes Jahr eine Topmannschaft bist und es dann nicht läuft, machst du dir viele Gedanken: Warum läuft es nicht? Manche Automatismen sind nicht mehr da und das kommt dann am Ende dabei heraus", sagt Lex über die zähe Hinrunde, während der sich die Löwen zwischenzeitlich mit einer Serie von acht sieglosen Spielen in Serie durch die Liga schleppten.

"Vielleicht haben wir auch mal gesagt: Bevor wir verlieren, spielen wir lieber Unentschieden - und plötzlich haben wir vier mal nur einen Punkt geholt. Wenn du zwei gewonnen und zwei verloren hätten, wären es sechs Punkte. Das hat zu dem geführt, dass wir nicht so gut gestartet sind und dort stehen, wo wir stehen", meint Lex weiter.