Schießt Stark die Löwen in Richtung Dritte Liga?

Beim TSV 1860 hatte Yannick Stark eine unglückliche Zeit. Nun empfängt er mit seinem Heimatverein Darmstadt 98 die Ex-Kollegen. Und könnte für das Ende von Löwen-Trainer Markus von Ahlen sorgen.
von  AZ
Yannick Stark wechselte im Winter vom TSV 1860 zu Darmstadt 98.
Yannick Stark wechselte im Winter vom TSV 1860 zu Darmstadt 98. © sampics

München - Im Hinspiel stand Yannick Stark noch mit den Löwen auf dem Platz und trennte sich von Heimatverein Darmstadt 98 mit 1:1. Jetzt hat Stark nach seiner durchwachsenen Zeit beim TSV 1860 die Seiten gewechselt: In der Winterpause ging Stark zu den Lilien und empfängt am Sonntag seine Ex- Kollegen.

Das Spiel ist gleich in doppelter Hinsicht ein besonderes: Erstens wegen Starks so schnellem Wiedersehen mit den Löwen, mit denen er noch die Vorbereitung inklusive des Trainingslagers in Marbella/Spanien mitgemacht hatte. "Das ist schon krass. Ich habe bei 1860 noch die ganze Vorbereitung mitgemacht und kenne die Jungs besser, als die Jungs, gegen die ich spiele, besser als die, die hier unter Vertrag stehen", sagte Stark in einem Interview mit der Bild.

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Und zweitens: Das Duell hat auch für Löwen-Trainer Markus von Ahlen enorme Bedeutung. Verlieren die Löwen, dürfte seine Zeit als Trainer endgültig vorbei sein. Daher könnte Stark einen entscheidenden Anteil an einer möglichen Demission von Ahlens haben. Stark dazu: "Daran denke ich nicht. Ich will hier den Erfolg, den ich mit 1860 nicht hatte. Wir wollen gewinnen. Den Löwen wünsche ich trotzdem Alles Gute – und, das sie nicht absteigen."

Dabei hatte Stark in München alles andere als ein erfolgreiches Dasein. „Bei Zeit bei 1860 war nicht wie erwartet verlaufen. Ich bin mit anderen Vorstellungen und Zielen gekommen. Das zweite Jahr war komplett frustrierend", so Stark, der bei den Löwen nur phasenweise an die zuvor gezeigten Leistungen im Dress von FSV Frankfurt anknüpfen konnte.

Seinen Abgang hätte er aber nicht bewusst provoziert, als er im Trainingslager bei einem Test aus mentalen Problemen abgesagt hatte: "Nein, mir ging's da wirklich nicht toll. Wir hatten vor der Winterpause schon die entscheidenden Gespräche geführt. Ich saß im Trainingslager und war mit dem Kopf schon in Darmstadt. Eine absolute Scheißsituation."

Daher freue sich der Abräumer umso mehr über die Rückkehr zu seinem Heimatverein. "Ich bin froh, wieder daheim zu sein. Ich fühle mich wohl, habe die Rückendeckung des Vereins. Ein Dreijahresvertrag ist ein enormer Vertrauensbeweis. Das ist etwas anderes, als sich als fünftes Rad am Wagen zu fühlen."