Plötzlich Abwehrchef beim TSV 1860: Ein prominenter Kumpel lachte am lautesten über Quirin Moll

Quirin Moll macht auf der Innenverteidigerposition beim TSV 1860 eine Top-Figur. Nicht nur für ihn war der Umzug vom Mittelfeld in die Abwehr aber zunächst komisch.
von  AZ
Der Löwen-Trainer und sein "neuer" Innenverteidiger: Michael Köllner (l) und Quirin Moll.
Der Löwen-Trainer und sein "neuer" Innenverteidiger: Michael Köllner (l) und Quirin Moll. © imago images/Jan Huebner

München – "Klar ist er eigentlich ein Sechser, aber er agiert abgeklärt und spielstark", sagte Meisterlöwe Bernd Patzke kürzlich der AZ über Quirin Moll. Und das ist auch der Grund, warum Michael Köllner nun schon seit einiger Zeit auf den, mit 1,83 Metern für einen Innenverteidiger recht klein gewachsenen, Dachauer als Abwehrchef baut. 

Vom Mittelfeld ins 1860-Abwehrzentrum: Mario Götze zog Moll auf

Dass die Umstellung gut funktioniert, gibt dem Trainer recht und auch Moll scheint sich mit seiner neuen Aufgabe gut arrangiert zu haben, wie er jetzt im Interview mit "Bild" erzählt hat. Ungewohnt sei es zunächst für ihn gewesen, "aber auch im Freundeskreis konnten sie es lange nicht glauben", sagte der 29-Jährige der Zeitung. Wer seiner Kumpels am meisten gelacht habe? "Tatsächlich Mario." Mario heißt mit Nachnamen Götze und schoss die Nationalmannschaft 2014 zum Weltmeistertitel. Die beiden seien enge Freunde und hätten sich in jeweils schwierigen Karrierephasen gegenseitig Kraft gegeben, so Moll.

Die Gegenspieler haben dagegen im Duell mit Moll weniger zu lachen. An der Seite von Stephan Salger hat Moll (bisher alle zehn Liga-Spiele über 90 Minuten) erst zwölf Gegentore zugelassen. Ebenso viele wie der KFC Uerdingen.  Der kommende Löwen-Gegner steht nicht wegen seiner Abwehr nur auf Platz 9 der Tabelle, sondern wegen der überschaubaren Ausbeute von zehn Toren in zehn Spielen. So viele sollten da bei der starken Form des Umschulers Moll am Samstag (14 Uhr, "Magenta Sport" und im AZ-Liveticker) nicht hinzukommen.