Löwen vergeben Führung: Pleite gegen Pauli

Benjamin Lauth und ein Eigentor von Kevin Schindler hatten die Löwen im Millerntor-Stadion vermeintlich auf die Siegerstraße gebracht. Pauli holte aber spektakulär auf.
von  dapd

Hamburg - Der FC St. Pauli bleibt Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth in der 2. Fußball-Bundesliga auf den Fersen. Dank einer spektakulären Aufholjagd verwandelten die Hamburger einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand gegen 1860 München noch in einen 4:2 (0:1)-Sieg und verteidigten den zweiten Tabellenplatz erfolgreich. Während St. Pauli vor heimischem Publikum der vierte Sieg im vierten Spiel gelang, war es für die Münchner die zweite Auswärtsschlappe nacheinander.

Die Löwen in der Einzelkritik:

 

Benjamin Lauth per Foulelfmeter (44. Minute) und ein Eigentor von Kevin Schindler (47.) hatten die Gäste vor 24.487 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion vermeintlich auf die Siegerstraße gebracht. Doch St. Pauli belohnte sich für seine Energieleistung im zweiten Durchgang selbst. Der eingewechselte Marius Ebbers (56.), Sebastian Schachten (57.) und Max Kruse (64.) drehten die Begegnung binnen acht Minuten zugunsten der Platzherren. Kruses zweiter Treffer (74.) bedeutete schließlich die Entscheidung.

Von Beginn an temporeiche Partie

Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche Partie. St. Pauli übernahm in der Anfangsphase das Kommando und drängte die Münchner phasenweise weit zurück. 1860 befreite sich erst nach einer Viertelstunde ein wenig aus der Umklammerung und kam selbst zu ersten guten Chancen. Die bis dahin beste Möglichkeit hatte Stefan Aigner, der das Ziel aus halbrechter Position allerdings verfehlte (21.).

Zwölf Minuten später kam St. Pauli wieder gefährlich zum Zug. Kevin Schindler scheiterte mit einem Schuss am linken Pfosten des 1860-Tores. Kurz vor der Pause wurde Münchens Stürmer Kevin Volland dann von St. Paulis Markus Thorandt im Strafraum zu Fall gebracht, Lauth verwandelte den anschließenden Elfmeter sicher. Nach dem Seitenwechsel kamen die Hamburger wie entfesselt aus der Kabine. Auch Schindlers Eigentor konnte die Wucht ihrer Angriffsaktionen nur kurz dämpfen. Unentwegt rannte St. Pauli an. Nach Ebbers Treffer zum 1:2 fielen die weiteren Tore der Hanseaten folgerichtig.