Kampfansage von Sascha Mölders: "Natürlich wollen wir aufsteigen"

In der vergangenen Saison gingen die Löwen mit dem Thema Aufstieg durchaus vorsichtig um. Auch zu Beginn diese Spielzeit stapeln die Verantwortlichen eher tief. Anführer Sascha Mölders hingegen schickt nun ein Kampfansage an die Liga.
von  AZ
Will auch im neuen Heimtrikot und in der neuen Saison wieder für Furore sorgen und im dritten Anlauf endlich den Aufstieg packen: Sascha Mölders, Spielführer des TSV 1860.
Will auch im neuen Heimtrikot und in der neuen Saison wieder für Furore sorgen und im dritten Anlauf endlich den Aufstieg packen: Sascha Mölders, Spielführer des TSV 1860. © Sampics/Augenklick

München - Während die Verantwortlichen beim TSV 1860 das Wort "Aufstieg" nur ungern in den Mund nehmen wollen, wollen es die Spieler in dieser Saison wissen. 

Besonders Alpha-Löwe Sascha Mölders würde gerne auf seine alten Tage nochmal den Gang in die zweite Bundesliga beschreiten. In der "ran Bundesliga Webshow" unterstrich er diesen Ansatz noch einmal. 

Niederlage gegen Ingolstadt hängt noch nach

"Wir sind zuletzt Vierter geworden, wir sind am letzten Spieltag gescheitert. Ich setze mich nicht hierher, um zu sagen: Wir wollen Vierter oder Fünfter werden", erklärte Mölders über das Ende der vergangenen Saison. 

Nach dem 1:0-Auftakterfolg über die Würzburger Kickers hat sich der Aufstiegsgedanke nochmal verhärtet: "Wir wollen natürlich aufsteigen, das ist klar". Dennoch ordnet der Torschützenkönig aus der vergangenen Saison auch diesen Sieg nüchtern ein: "Würzburg kann in der 8. Minute in Führung gehen - und dann läuft das Spiel anders."

Mölders läuft die Zeit davon

Dass der 36-Jährige nicht mehr all zu oft die Möglichkeit dazu bekommt, sei ihm bewusst: "Wir wissen natürlich auch, wie schwer es ist, aufzusteigen.  Es wird schwierig, aber ich habe nicht mehr so viel Zeit", gab er zu. 

Über die fünf Stimmen bei der Wahl zum Fußballer des Jahres freute er sich hingegen: "Es ehrt mich natürlich, aber ich kann das auch gut einschätzen. Als Drittliga-Spieler ist das schon perfekt, höher geht es eigentlich nicht mehr", so Mölders. Mit den erhaltenen Stimmen hat Mölders unter anderem Marco Reus, Bayerns Jérôme Boateng oder auch Real Madrid-Star Toni Kroos hinter sich gelassen.

Rückkehr des Fans wichtiger Faktor

"Schon als wir zum Warmmachen rausgekommen sind, hat man bei den Leuten gemerkt, dass sie Bock haben", sagte Mölders über die Zuschauer im Stadion gegen Würzburg: "Unsere Familien waren im Stadion, das ist natürlich auch was Schönes", erklärte er weiter. 

Dass auch hier noch Luft nach oben ist, will er nicht verheimlichen: "Jeder, der das Grünwalder Stadion kennt, weiß, dass es mit voller Hütte nochmal eine andere Hausnummer ist. Für mich ist Fußball ohne Fans kein Fußball, wir hätten in der vergangenen Saison sicher den ein oder anderen Punkt mehr geholt", so der Kult-Kicker. 

Am Samstag steht das Duell bei SV Wehen Wiesbaden an, auch hier können sich die Löwen erstmals über die Unterstützung bei einem Auswärtsspiel freuen. Mindestens 800 Fans dürfen die Reise antreten