DFB teilt mit: 3. Liga soll Ende Mai wieder starten!

Knapp zwei Wochen nach den Bundesligen soll auch die 3. Liga den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag mit.
von  AZ
Sascha Mölders will nach der Corona-Pause wieder auf Torejagd gehen.
Sascha Mölders will nach der Corona-Pause wieder auf Torejagd gehen. © sampics

München/Frankfurt - Mit vollem Programm zum Saisonende: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Weg für eine Fortsetzung der 3. Liga freigemacht.

Das Präsidium beschloss am Montag, den Spielbetrieb am 26. oder 27. Mai wieder aufzunehmen, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen. Der neue Rahmenterminplan sieht zudem vor, dass die verbleibenden elf Spieltage mit fünf englischen Wochen absolviert werden, sodass die Saison am 30. Juni endet.

Zweitliga-Relegation Anfang Juli

Die beiden Relegationsspiele zwischen dem Drittplatzierten der 3. Liga und dem Tabellen-16. der 2. Bundesliga würden sich laut der aktuellen Planungen bis 7. Juli anschließen.

"Die 3. Liga arbeitet konzentriert an einer möglichen Fortsetzung der Saison und ihrem Erhalt als Profiliga. Wir würden uns freuen, ab 26. Mai wieder unseren Beruf im Spielbetrieb ausüben zu können. Es sollte stets unser grundsätzliches Ansinnen sein, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Spielfeld fallen und nicht am grünen Tisch", sagte Tom Eilers, Vorsitzender des Drittliga-Ausschusses.

Hygienekonzept für einige Vereine nicht umsetzbar

Der DFB hat ein nahezu identisches Hygienekonzept zur Deutschen Fußball Liga, die für die 1. und 2. Bundesliga bereits in der vergangenen Woche die politische Erlaubnis bekommen hatte. Nun erwartet der Verband auch für sein Liga-Premiumprodukt ein positives Signal. Die Zeit bis zum Wiederanpfiff dürfte jedoch alles andere als ruhig verlaufen.

Mehrere Vereine beklagen, dass das Hygienekonzept nicht umsetzbar sei. So müssten die Klubs einen eigenen Hygienebeauftragten einstellen, was allein Waldhof Mannheim und dem FSV Zwickau bislang nicht gelungen ist. Zudem sorgt der Plan des DFB, neutrale Spielorte zuzulassen, sollten einige Stadien gesperrt sein, für Unmut.

TSV 1860: Befürworter einer Saison-Fortführung

Deshalb forderte Mannheims Geschäftsführer Markus Kompp beim Verband ein Votum unter den Klubs ein. "Ich habe eine neue Abstimmung beantragt. Ich sehe es nicht ein, dass der DFB die Saison auf Basis eines veralteten Meinungsbildes, aber unter neuen Rahmenbedingungen, Stichwort neutraler Spielort, fortsetzen will", sagte Kompp der Deutschen Presse-Agentur.

Der TSV 1860 dürfte sich über den Beschluss des DFB freuen: Die Löwen haben sich in den vergangenen Wochen als einer der vehementesten Befürworter einer Saison-Fortführung positioniert. Das Team von Trainer Michael Köllner hatte sich vor der Corona-Pause dank einer beeindruckenden Serie von 14 Partien ohne Niederlage bis auf Rang sechs gekämpft, der Rückstand auf Relegationsplatz drei beträgt überschaubare zwei Zähler.

TSV 1860: Erste Corona-Testreihe durchgeführt

Nicht nur deshalb treibt Sechzig seine Planungen für einen etwaigen Neustart voran - ebenso wie die SpVgg Unterhaching. Die erste Corona-Testreihe haben beide Klubs hinter sich, die zweite soll bis Donnerstag folgen. Am Freitag könnten die Teams von Trainer Michael Köllner und Claus Schromm wieder ins Teamtraining einsteigen. Das Quarantäne-Quartier könnte der TSV nach AZ-Informationen bei Kooperationspartner Holiday Inn München – Westpark aufschlagen. Bei Haching, das spielplangemäß zuerst bei der SG Sonnenhof Großaspach antreten muss, sind die Planungen geeigneter Unterkünfte für die Auswärtsfahrt sowie die Abschottung der Mannschaft ebenfalls angelaufen.

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