Dennis Dressel erklärt Sechzigs neues Dauer-Problem

Sechzigs Mittelfeld-Motor Dennis Dressel zeigt sich mit dem Punkt gegen den KFC Uerdingen zufrieden und spricht darüber, weshalb sich die Sechzger so schwer getan haben. "Ich kann nicht jedes Spiel vier Tore schießen".
von  Matthias Eicher
Dennis Dressel tat sich, wie der gesamte TSV 1860, gegen Uerdingen schwer.
Dennis Dressel tat sich, wie der gesamte TSV 1860, gegen Uerdingen schwer. © Eduard Martin via www.imago-images.de (www.imago-images.de)

München - Vor zwei Wochen war er noch Löwen-Held und Viererpacker, jetzt tat er sich wie das gesamte Team des TSV 1860 gegen Abwehrbollwerk KFC Uerdingen schwer: Wie Dennis Dressel nach dem 0:0 am Samstag im Grünwalder Stadion gegen die Krefelder erklärte, müssen sich die Sechzger mehr und mehr mit ein und demselben Problem herumschlagen.

"Ich denke, wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten das ganze Spiel über die Kontrolle. Uerdingen ist sehr tief gestanden", sagte Dressel nach dem Samstagsspiel der Sechzger im Fantalk und forschte nach den Ursachen dafür, weshalb es weder für den kürzlichen Viererpacker, noch für die ganze Mannschaft so klappte wie beim phänomenalen 6:1-Kantersieg im letzten Heimspiel gegen Halle: "Ich kann nicht jedes Spiel vier Tore schießen, das macht kein Spieler."

Dressel: "Viele Mannschaften stehen gegen uns tief"

Nicht nur der KFC habe es den Sechzgern in dieser Hinsicht mehr als schwer gemacht: "Es waren schon viele Mannschaften, die gegen uns tief hintendrin standen und uns den Ball gelassen haben." Somit sei es "eben schwer, da durchzukommen." Sechzigs Fluch der guten Tat: In den Augen vieler Konkurrenten ist der TSV zum Aufstiegsaspiranten geworden.

Gegen die entsprechend massierten Abwehrbollwerke rennt es sich selbst für die offensivstärkste Mannschaft der Liga (21 Treffer) nicht so leicht an, es fehlten wie schon beim 1:2 in der Vorwoche bei Dynamo Dresden die zündenden Ideen. Nach dem Platzverweis für Erik Tallig (69.) zeigte sich Dressel trotz des zuvor dominanten Heimspiels zufrieden mit der Punkteteilung. "Nach der gelb-roten Karten haben wir dann ein bisschen verteidigt. Am Ende sind wir froh über den Punkt."

Gegen Verl will der TSV 1860 wieder drei Punkte

Nun gelte es, beim starken Aufsteiger Verl am Dienstagabend (19 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker) wieder in die Spur zu kommen: "Es ist ein bisschen überraschend, dass Verl als Aufsteiger so gut gestartet ist. Mal schauen, wie lange sie es noch durchhalten." Im Optimalfall nicht mehr bis Dienstagabend nach Spielschluss, denn Dressels Ambitionen sind nach wie vor groß: "Wir fahren trotzdem mit breiter Brust da hin und wollen auf jeden Fall drei Punkte holen." Der ein oder andere Dressel-Geistesblitz wie gegen Halle würde dabei sicher helfen.