Pferdeflüsterer Thomas Müller unterstützt seine Frau Lisa

Lisa, die Ehefrau von Fußball-Weltmeister Thomas, erreicht bei den Munich Indoors den achten Rang. „Eine Ehre, hier mitzureiten“.
von  az
Thomas Müller war zusammen mit dem Familienhund auf dem Weg zu den Munich Indoors, um seine Frau Lisa zu unterstützen.
Thomas Müller war zusammen mit dem Familienhund auf dem Weg zu den Munich Indoors, um seine Frau Lisa zu unterstützen. © Rauchensteiner, Augenklick

Lisa, die Ehefrau von Fußball-Weltmeister Thomas, erreicht bei den Munich Indoors den achten Rang. „Eine Ehre, hier mitzureiten“

München - Hinter jeder großen Frau steht ein starker Mann? Zumindest unterstützt Bayerns Torjäger-Unikum Thomas Müller seine Ehefrau Lisa bei deren Reiter-Karriere. Der Fußball-Weltmeister war Augenzeuge in der Olympiahalle, als seine Lisa bei den Munich Indoors in der Dressur groß aufritt. Die 26-Jährige belegte in der 4-Sterne-Prüfung Grand Prix Special mit dem zwölf Jahre alten Wallach Dave den mehr als achtbaren achten Rang und trat dabei unter anderem gegen die nationale Elite an.

„Es ist für mich eine Ehre, bei einem solchen Turnier mitzureiten“, sagte Lisa Müller. Am Freitag und Sonntag wurde sie in der Olympiahalle tatkräftig von ihrem Ehemann unterstützt. „Der Umgang mit den Pferden ist für mich ein großer Spaß“, verriet Thomas Müller, der „zwischendurch“ am Samstag beim Sieg des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart den Treffer zum 4:0-Endstand erzielte.

„Mir geht es hier nicht darum, Erste oder Zweite zu werden“, sagte die passionierte Reiterin Müller. Thomas versucht sich mittlerweile in der Pferdezucht. In München half der Nationalspieler seiner Frau bei allen pferdepflegerischen Tätigkeiten. Thomas ganz brav bei Lisas Dressur, der dressierte Müller.

Lisa Müller bekam für ihre Vorführung im Sattel von Dave 65,275 Prozent. Es siegte Dorothee Schneider (Framersheim), immerhin Mannschafts-Olympiazweite von London 2012, mit dem neun Jahre alten Wallach Showtime. Das Paar kam auf 80,294 Prozent.

Das Springreiten, der Höhepunkt des Turniers, gewann am Sonntag David Will mit Mic Mac vor Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung. Janne Friederike Mayer (34), die mit Goja nur 14. wurde, musste um den Sieg in der Gesamtwertung des Rider Cups mächtig zittern. Ihr Verfolger Christian Ahlmann, der mit großem Rückstand in die sechste und letzte Station der Tour in München ging, tat ihr letztlich im Stechen den Gefallen, kassierte mit Codex einen Abwurf und wurde nur Siebter. „Das ist die Krönung einer Super-Saison“, sagte Meyer und lobte ihren erst neunjährigen Wallach. „Mein Pferd ist das ganze Jahr über gut gegangen.“ Sie gewann mit 53 Punkten vor Ahlmann mit 43. Ihre Prämie: ein Auto.