Neureuther und Co. knapp am Podest vorbei

Kein deutscher Skirennläufer steht auf dem Stockerl, aber das Team glänzt: Beim Riesenslalom-Sieg des Franzosen Alexis Pinturault war Stefan Luitz bester DSV-Starter.
von  dpa/sid
Stefan Luitz als Fünfter, Felix Neureuther als Sechster (Bild) und Überraschungsmann Benedikt Staubitzer auf Rang elf fuhren unter die Top 12 - ein besseres Teamergebnis war in einem Riesentorlauf seit Dezember 2013 in Alta Badia nicht gelungen.
Stefan Luitz als Fünfter, Felix Neureuther als Sechster (Bild) und Überraschungsmann Benedikt Staubitzer auf Rang elf fuhren unter die Top 12 - ein besseres Teamergebnis war in einem Riesentorlauf seit Dezember 2013 in Alta Badia nicht gelungen. © dpa

Hinterstoder - Die deutschen Ski-Rennläufer sind beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Hinterstoder knapp am Siegerpodest vorbeigefahren.

Stefan Luitz (Bolsterlang) und Felix Neureuther (Partenkirchen) belegten beim überlegenen Sieg von Alexis Pinturault (Frankreich) die Plätze fünf und sechs, darüber hinaus überraschte Benedikt Staubitzer (Mittenwald) mit dem besten Resultat seiner Karriere als Elfter.

Pinturault siegte vor Marcel Hirscher (Österreich/+0,79 Sekunden) und seinem Landsmann Thomas Fanara (+0,92). Fritz Dopfer (Garmisch) fiel im zweiten Lauf von Rang acht auf Rang 19 zurück.

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Bei eisigen Bedingungen hatte Luitz als Zweiter nach dem ersten Durchgang die besten Chancen auf eine Podestplatz, fiel im Finish aber zurück. "Ich wollte voll riskieren, aber die paar Fehler waren zu viel. Aber lieber so, als es runterzubremsen", sagte der Allgäuer im ZDF.

Neureuther zeigte sich zufrieden, vor allem im Hinblick auf den bis dato letzten Riesentorlauf in Japan, den er abgeschlagen auf Platz 15 beendet hatte. "Ich habe probiert zu attackieren, aber das ist leichter gesagt als getan."

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Der "letzte Punch" habe gefehlt, meinte der deutsche Weltcup-Rekordsieger und verwies dabei unter anderem auf die wesentlich aggressiveren Pinturault und Marcel Hirscher. Der Österreicher Hirscher wurde vor Thomas Fanara aus Frankreich Zweiter und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf den am Freitag viertplatzierten Norweger Henrik Kristoffersen aus.

Für die größte Überraschung aus deutscher Sicht sorgte Staubitzer. Dem 25-Jährigen gelang mit Platz elf das beste Ergebnis seiner Weltcup-Karriere. "Ich habe einfach versucht, so Ski zu fahren wie im Training. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen", sagte er.

Ganz anders war die Gemütslage bei Fritz Dopfer. Zum fünften Mal verpasste er im sechsten Riesentorlauf der Saison die Top Ten deutlich. Als Achter des ersten Laufs wurde er noch auf den 19. Platz durchgereicht.