WM 2018 in Russland: Der Typ Sandro Wagner fehlt

Joachim Löw nominierte Nils Petersen statt Sandro Wagner für den vorläufigen WM-Kader. Der AZ-Sportredakteur über den Menschen Wagner, der in Russland fehlen wird. 
von  Maximilian Koch
AZ-Redakteur Maximilian Koch über das Fehlen von Sandro Wagner bei der WM 2018.
AZ-Redakteur Maximilian Koch über das Fehlen von Sandro Wagner bei der WM 2018. © Augenklick/GES/AZ

Sportlich hat Sandro Wagner alles für eine WM-Nominierung getan. Neun Tore erzielte der Stürmer seit seinem Winterwechsel zum FC Bayern in 17 Spielen, im Nationalteam gelangen ihm bislang in acht Partien fünf Tore. Was will man mehr von einem Joker?

Fast noch wichtiger als Wagners Torquote: Der 30-Jährige hat sich bei Bayern als absoluter Teamplayer erwiesen, als echter Typ, der für gute Stimmung in der Kabine sorgt – und den gesetzten Spielern immer wieder Druck macht. All diese Eigenschaften hätten ihn für die WM qualifiziert.

Bilder: Diese Spieler hat Löw für die WM nominiert

Warum Joachim Löw dennoch auf Wagner verzichtet und stattdessen auf Mario Gomez und Nils Petersen setzt? Unklar – und diskussionwürdig. Dem Bundestrainer fehlt nun ein Stürmer im Kader, der sich auf dem Platz auch mal mit dem Gegner anlegt, mit dem Schiedsrichter, der die Kollegen mitreißen kann. (Lesen Sie auch: Nach WM-Aus - Wagner weint im Training)

Bei aller sportlichen Qualität bringen die eher braven Typen Gomez und Petersen diese Voraussetzungen nicht mit. Wagner hätte dem Weltmeister gut getan.

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