Noten zu VfB Stuttgart gegen FC Bayern: Gnabry und Lewandowski stechen bei den Gala-Bayern heraus

Der FC Bayern gewinnt beim VfB Stuttgart souverän mit 5:0 und sichert sich vorzeitig die Herbstmeisterschaft. So bewertet der AZ-Reporter die Leistung der Münchner.
von  Patrick Strasser
Dreierpacker Serge Gnabry (m.) und Doppelpacker Robert Lewandowski (2.v.l.) schossen Bayern in Stuttgart zum 5:0-Sieg.
Dreierpacker Serge Gnabry (m.) und Doppelpacker Robert Lewandowski (2.v.l.) schossen Bayern in Stuttgart zum 5:0-Sieg. © IMAGO / Sven Simon

Stuttgart/München - Mann des Spiels beim 5:0 beim VfB Stuttgart war Serge Gnabry mit drei Treffern und zwei Torvorlagen. Der gebürtige Stuttgarter, als Teenager in der VfB-Jugend, überzeugte mit herrlichen Toren zum 1:0, 2:0, und 5:0. Kingsley Coman musste mit einer Muskelverletzung vorzeitig raus, zu seinem Bundesliga-Debüt kam Malik Tillman.

Die Noten für den FC Bayern:

MANUEL NEUER, NOTE 3: Der Nationaltorhüter in Halbzeit eins nahezu beschäftigungslos, hielt dann ohne größere Probleme Endos Schuss (48.). Der Bayern-Kapitän war immer Herr der Lage.

BENJAMIN PAVARD, NOTE 3: Spielte von 2016 an drei Jahre für den VfB. Die Spezialität des Franzosen sind Direktabnahmen, die er über den Außenrist rutschen lässt. Einmal hielt Ito noch den Kopf rein, blockte ab. Der Rechtsverteidiger ließ defensiv nichts anbrennen.

NIKLAS SÜLE, NOTE 3: Der Innenverteidiger ersetzte Dayot Upamecano, der zur Schonung erstmal auf der Bank saß. Setzte seinen Körper geschickt ein, auch mal rustikal wie gegen Marmoush. Behielt stets den Überblick, routinierter und sicherer Auftritt.

LUCAS HERNÁNDEZ, NOTE 3: Gab den linken Innenverteidiger. Ein intensiver Arbeitsabend mit zahlreichen, auch schmerzhaften Zweikämpfen und Pressschlägen. Aber der Franzose hatte sich ja gegen Mainz ausruhen dürfen. Solide und zuverlässig.

ALPHONSO DAVIES, NOTE 2: Im Rückwärtsgang meist Sieger gegen Stuttgarts Coulibaly. Im Vorwärtsgang mit eingeschaltetem Turbo über die linke Außenbahn - im Grunde als Linksaußen. Mischte die VfB-Abwehr einige Male auf. Der Kanadier sah Gelb nach einem Handspiel (55.).

Überragender Gnabry schießt Ex-Klub Stuttgart ab

MARC ROCA, NOTE 3: Erster Startelf-Einsatz in dieser Saison für den Spanier nach drei Einwechslungen. Bemühte sich als linker Part der Doppel-Sechs um Struktur und Ballsicherheit, arbeitete gut nach hinten. Prima Ballgewinn vor dem 2:0.

JAMAL MUSIALA, NOTE 2: Spielte trotz eines Bruchs des linken Mittelhandknochens, mit Schiene. Biss sich tapfer durch. Der 18-Jährige, sonst eher auf der linken Außenbahn, agierte erneut als Sechser bzw. Achter. Der gebürtige Stuttgarter war in der Entstehung des zweiten Gnabry-Treffers beteiligt.

THOMAS MÜLLER, NOTE 2: In seinem 399. Bundesliga-Spiel (Rang sechs im ewigen Vereinsranking) erneut mit einer Vorlage, dem Pass zu Gnabrys zweitem Treffer. Seine bereits zwölfte (!) Torvorlage in dieser Hinrunde – absolute Spitze.

SERGE GNABRY, NOTE 1: Ebenfalls gebürtiger Stuttgarter. Stand erstmals seit dem 19. November, dem 1:2 in Augsburg, wieder in der Startelf. Suchte als Rechtsaußen oft den Abschluss, scheiterte mit einem Lupfer an VfB-Torhüter Müller, verzog den Nachschuss. Machte es besser per sehenswertem Schlenzer ins lange Eck zum 1:0 (40.), mit einem überlegten Linksschuss zum 2:0 (53.) und einem Abstauber nach einem dicken Patzer vom VfB-Keeper Müller - seine Ligatreffer sieben, acht und neun.

Lewandowski stellt nächsten historischen Müller-Rekord ein

KINGSLEY COMAN, NOTE 3: Er sei "etwas müde", meinte Nagelsmann über den Franzosen. Dennoch startete er auch im sechsten Spiel in Folge. Was sich leider rächte. Bei einer starken und intensiven Rettungsaktion gegen Mavropanos, bei der er bis an den eigenen Strafraum zurück sprintete, zwickte es im rechten, hinteren Oberschenkel – ab in die Kabine in der 27. Minute.

ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 1: Der Zweite der Weltfußballerwahl hatte zuletzt zwei (!) Mal nicht getroffen. Lupfte in Stuttgart herrlich zum 3:0 ein (69.), versenkte zum 4:0 (72.) - seine Saisontreffer 17 und 18. Stellte damit einen Rekord ein: Wie zuvor nur Gerd Müller 1972 gelingen ihm die meisten Liga-Tore im Kalenderjahr: 42.

LEROY SANÉ, NOTE 2: Kam diesmal – nach zehn Startelf-Einsätzen hintereinander – als Joker von der Bank. Jedoch ungeplant früh, weil sich Coman verletzte (27.). Als flexibler Achter bzw. Zehner sofort im Spiel, dribbelfreudig und mit der Vorlage zu Gnabrys 1:0. Ganz wichtig, seine Einwechslung.

Nagelsmann gibt vier Reservisten Spielzeit

TANGUY NIANZOU, OHNE NOTE: Der 19-jährige Innenverteidiger kam in der 75. Minute für Roca, bisschen Spielpraxis im defensiven Mittelfeld.

MALIK TILLMAN, OHNE NOTE: Das Offensiv-Talent (19), bislang schon mit drei Profi-Einsätzen diese Saison, feierte in der 75. Minute als Joker für Gnabry sein Bundesliga-Debüt, hatte gleich eine gute Torchance.

OMAR RICHARDS, OHNE NOTE: Kam für Davies (78.), rückte auf die linke Außenbahn. Der 23-Jährige mit ein wenig Spielpraxis.

MICKAEL CUISANCE, OHNE NOTE: Der Ex-Gladbacher (22) ersetzte in der 78. Müller. Erstes Bundesliga-Spiel in dieser Saison, zuvor nur eine Halbzeit im Pokal im Einsatz.

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