Nagelsmanns Fazit nach sechs Monaten beim FC Bayern: "Haben eine sehr gute Hinrunde gespielt"

Im Sommer hat Julian Nagelsmann den Job von Erfolgstrainer Hansi Flick beim FC Bayern übernommen. Ein gutes halbes Jahr, findet der gebürtige Landsberger - doch es gab auch einen "extremen Dämpfer".
von  AZ/dpa
Trainer Julian Nagelsmann von München.
Trainer Julian Nagelsmann von München. © Sven Hoppe/dpa

München - Kurz vor dem Ende der Hinrunde zeigt sich der Trainer des FC Bayern, Julian Nagelsmann, zufrieden. "Grundsätzlich haben wir eine sehr gute Hinrunde gespielt", bilanzierte er schon vor dem Geisterspiel am Freitagabend (20.30 Uhr/Sat.1/DAZN und im AZ-Liveticker).

Durch einen "extremen Dämpfer" - das von ihm nicht explizit genannte krachende 0:5 im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach - gebe es zwar einen "kleinen Schatten", wie er zugab: "Aber nicht so, dass gar kein Licht mehr zu sehen ist."

Coman-Lob für neuen Bayern-Trainer Nagelsmann

In München wird der Übergang nach der Erfolgsära von Sieben-Titel-Trainer Hansi Flick zu Nagelsmann als geglückt bewertet. "Wir hatten lange keinen Trainer mehr, der so eine gute Auswirkung auf die Mannschaft hatte", rühmte der zum Hinrunden-Ende verletzt fehlende Kingsley Coman den Coach.

Und Routinier Thomas Müller sagte: "Der Trainer ist der wichtigste Mann im Verein. Egal ob es gut oder schlecht läuft, ein Trainer kann die Mannschaft, die Spieler und sich selbst verändern. Wir können absolut zufrieden sein, wie es bisher mit Julian im ersten halben Jahr gelaufen ist."

Nagelsmanns "Traumjob" beim FC Bayern

Eine hohe zweistellige Millionensumme, bei der die Spekulationen schon über 20 Millionen Euro hinausgingen, zahlten die Münchner an Konkurrent Leipzig und ebneten Nagelsmann den Weg zum "Traumjob". 40 Punkte aus 16 Spielen sind eine imponierende bisherige Liga-Ausbeute. Die Topmarke von Pep Guardiola bei dessen Start mit 47 Zählern würde Nagelsmann auch mit einem Erfolg gegen Wolfsburg verfehlen. Die perfekte Sechs-Siege-Gruppenphase in der Champions League weckt ebenfalls Münchner Titelambitionen für das kommenden Jahr.

Immer einfach war es für Julian Nagelsmann nicht. Etwa als er als quasi wie ein Clubsprecher heikle Themen wie das Impfzögern von Joshua Kimmich oder die aus dem Ruder gelaufene Jahreshauptversammlung mit der Katar-Debatte moderieren musste. Alles in allem war das aber kein Problem für den redegewandten 34-Jährigen. "Ich wurde außergewöhnlich gut aufgenommen, stellte er schon vorweihnachtlich gestimmt fest. Vom Verein und von den Fans.