Leon Goretzka, der Meinungsmotor der deutschen Mannschaft

Der 26-Jährige ist auch beim DFB unersetzlich, beim FC Bayern wird er verlängern - bis 2026.
von  Patrick Strasser
Meinungsstarker Mittelfeldmotor des FC Bayern und der Nationalmannschaft: Leon Goretzka.
Meinungsstarker Mittelfeldmotor des FC Bayern und der Nationalmannschaft: Leon Goretzka. © Tom Weller/dpa

Stuttgart/München - Mit seiner Top-Leistung als Motor des DFB-Teams beim 6:0 gegen Armenien hat sich Leon Goretzka vorerst festgespielt im Mittelfeld und Ilkay Gündogan von Manchester City auf die Bank verdrängt.

Was natürlich auch mit Joshua Kimmich zu tun hat, seinem dicken Kumpel beim FC Bayern - dem VVV, dem Vertragsverlängerungsvorreiter. Der Sechser hat bis 2025 unterschrieben, der Achter Goretzka demnächst sogar bis 2026 - Verkündung in wenigen Tagen. "Mit Jo verstehe ich mich blind. Wir profitieren davon, dass wir uns neben dem Platz gut austauschen und ähnlich über Fußball denken", sagte Goretzka (26) über das Zusammenspiel mit Kimmich: "Wir sind bereit, die Schwächen des anderen auszugleichen."

Flick: Das Armenien-Spiel wird für Goretzka zum Maßstab

Der neue Bundestrainer Hansi Flick setzt auf das schon unter ihm bei Bayern bewährte Duo und lobte Goretzka: "Leon hat es gegen Armenien hervorragend umgesetzt. Er hat eine enorme Dynamik, hat Tore eingeleitet, Zweikämpfe gewonnen und Spieler überspielt. Er hatte eine enorme Präsenz. Das ist genau das, was wir wollen. Das Spiel, das er gegen Armenien gezeigt hat, wird für ihn ein Maßstab sein."

Nächster Beweistermin am Mittwoch auf Island. Auf dem Weg nach Katar, zur wegen der teils prekären Menschenrechtssituation vor Ort umstrittenen WM 2022. Beim 3:0 im Hinspiel gegen Island hatten die Nationalspieler den Schriftzug "Human Rights" auf ihren T-Shirts gezeigt.

Leon Goretzka steht offen zu seiner Meinung

Für Goretzka ("Ich habe keine Hemmungen, meine Meinung kundzutun") eine Selbstverständlichkeit: "Wir betonen immer, für was wir beim DFB stehen und wollen das auch vorleben. Wir werden an der WM teilnehmen, um die Plattform zu nutzen, und um darauf aufmerksam zu machen, dass man bei der Vergabe Dinge wie Menschenrechte in Zukunft berücksichtigen muss."

Klare Ansage vom Meinungsmotor des Teams.