FC Bayern: Nagelsmann - Tipps von Flick und einen Franzosen im Visier

Der neue Bayern-Trainer hat sich beim Triple-Coach über einzelne Spieler informiert. "Da bin ich ihm sehr dankbar", sagt er und lässt Transfers offen: "Wir sind im täglichen Austausch, was den Kader angeht".
von  AZ/SID
Julian Nagelsmann hat die Nachfolge von Hansi Flick beim FC Bayern angetreten. (Symbolbild)
Julian Nagelsmann hat die Nachfolge von Hansi Flick beim FC Bayern angetreten. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa

München – An diesem Dienstag (12 Uhr) beginnt bei der deutschen Nationalmannschaft eine neue Zeitrechnung: Bundestrainer Hansi Flick (56) stellt sich in Frankfurt offiziell der Öffentlichkeit vor – und gibt dabei Einblicke, wie er die seit Jahren kriselnde DFB-Elf wieder in die Weltspitze führen will, am besten schon bei der Weltmeisterschaft in Katar im Winter 2022.

Eine knifflige Aufgabe, das zeigte die enttäuschende EM zuletzt. Ähnlich herausfordernd wie der Job als Bayern-Trainer, den nun Julian Nagelsmann (34) von Flick übernommen hat.

Nagelsmann soll beim FC Bayern für gute Stimmung in der Mannschaft sorgen

Daher holte sich der neuen Coach der Münchner Ratschläge bei Flick. "Ich habe mit ihm gesprochen, weniger über die Vergangenheit und Dinge, die vielleicht nicht so liefen", sagte Nagelsmann im BR: "Wir haben uns über die Spieler ausgetauscht, was ist den Spielern wichtig, was waren seine Erfahrungen im Umgang mit den einzelnen Spielern, was bedeutet ihnen viel, was sollte man weglassen."

Es sei seine Aufgabe, gewisse Strömungen innerhalb der Mannschaft zu registrieren und für gute Stimmung zu sorgen, da nur so Erfolge möglich wären, ergänzte Nagelsmann. Dafür seien Flicks Informationen "wertvoll. Da bin ich ihm sehr dankbar."Beim FC Bayern sei man als Trainer "nicht selbst der Star, sondern die Spieler", sagte Nagelsmann, der zugab, dass ihn die durchwachsene Vorbereitung mit vielen fehlenden Spielern "schon ein bisschen genervt" habe. Aber: "Wenn du das erste Spiel gegen Gladbach gewinnst und dann idealerweise auch den Supercup, dann sind die Fans auch ganz wohlgesonnen und wir können angreifen."

Toulouse-Talent Amine Adli soll Bayerns Angriff verstärken

Grundsätzlich werde Bayern auch aufgrund der Pandemie auf dem Transfermarkt besonnen handeln. "Wir sind im täglichen Austausch, was den Kader angeht. Wenn irgendwas passiert, was zu uns passt und wir finanzieren können, dann wird keiner bei Bayern München sagen: Ne, machen wir auf keinen Fall", erklärte der Trainer.

Als weiterer Neuzugang wird bei Bayern Amine Adli vom französischen Zweitligisten FC Toulouse gehandelt. Das berichten Sky und der französische Sender RMC Sport. Demnach sollen die Münchner seit einigen Wochen mit dem 21-jährigen Franzosen in Kontakt stehen.

Bayern habe Adli einen langfristigen Plan präsentiert, in dem er zunächst als vierte Option für die Außenbahn hinter Kingsley Coman, Leroy Sané und Serge Gnabry eingeplant wäre. Klappt der Deal trotz großer Konkurrenz?