Bastian Schweinsteiger über Ex-FC Bayern-München-Trainer Pep Guardiola

Ex-Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger hat sich in einem Zeit-Interview über seine früheren Trainer Guardiola und Heynckes geäußert. Zudem ist der Weltmeister mit Blick auf den Confed Cup ziemlich sentimental.  
von  SID
Mit Chicago Fire befindet sich Bastian Schweinsteiger derzeit auf Erfolgskurs.
Mit Chicago Fire befindet sich Bastian Schweinsteiger derzeit auf Erfolgskurs. © dpa

Ex-Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger hat sich in einem Zeit-Interview über seine früheren Trainer Guardiola und Heynckes geäußert. Zudem ist der Weltmeister mit Blick auf den Confed Cup ziemlich sentimental.

München - Bastian Schweinsteiger hat die immer noch in der Luft liegende Annahme, der damalige Trainer Pep Guardiola habe ihn 2015 zu seinem Abgang beim FC Bayern und zu seinem Wechsel zu Manchester United bedrängt, kategorisch ins Reich der Fabel verwiesen.

"Glauben Sie wirklich, dass er diese Macht besaß?", antwortet der langjährige Profi des deutschen Rekordmeisters (1998 bis 2015) im Interview mit der Zeit auf eine entsprechende Frage.

Vor allem Jupp Heynckes hat der 33-Jährige aus der Zeit in München bestens in Erinnerung. Dem früheren Coach hätte die Mannschaft den Champions-League-Triumph 2013 zu verdanken. Schweinsteiger: "Das kann man gar nicht oft genug betonen. Ich habe noch nie einen Menschen erlebt, der sich im Alter trotz all des Erreichten noch mal so neu erfinden konnte wie Jupp Heynckes."

Die Beziehung zwischen dem FC Bayern und ihm, "war ein bisschen wie in einer Partnerschaft, jeder entwickelte sich auf seine Art weiter, immer darauf bedacht, dass es dem andern gut geht". Und weiter sagt er: "Wir haben uns aneinander gerieben und sind ganz langsam immer mehr zusammengewachsen, die Vereinsführung, Philipp Lahm und ich."

Erinnerungen an Confed Cup

Der Weltmeister von 2014 blickt den Spielen des Confed Cup in Russland (17. Juni bis 2. Juli) mit besonderen Emotionen entgegen. Die DFB-Elf nicht nach Russland zu begleiten, mache ihn "wehmütig". Denn: "Ich werde dieses Deutschlandtrikot nie wieder überziehen. Das ist schon einschneidend."

Der langjährige Bayern-Profi war 2016 nach der EM in Frankreich mit 121 Einsätzen aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten. Im März diesen Jahres war der Mittelfeld-Stratege zu Chicago Fire in die nordamerikanischen Profiliga MLS gewechselt.

Mit Chicago auf Erfolgskurs

"Chicago hat mich begeistert, weil der Trainer mich in einem langen Gespräch mit seiner Taktikbesessenheit an Pep Guardiola erinnerte. Und natürlich ist es auch ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden", sagte der Champions-League-Sieger von 2013, der bereits in der Jugend bei den Bayern spielte und dort ab 2002 für die Profis auflief.

Bei ManUnited hatte Schweinsteiger eine schwierige Zeit, nachdem ihn Teammanager José Mourinho aus der ersten Mannschaft verbannt hatte. Die Nachricht sei ein Schock gewesen: "Ich trainierte alleine, jeden Tag, auf dem Trainingsplatz neben den Profis. Ich musste ja fit bleiben, weil ich immer hoffte, wieder eingesetzt zu werden."

Mit Chicago befindet sich Schweinsteiger derzeit auf Erfolgskurs. Zuletzt setzte sich sein Team am 15. Spieltag gegen Atlanta United mit 2:0 durch und blieb im siebten Spiel in Folge ungeschlagen. Mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Toronto FC ist Fire in der Eastern Conference Zweiter.

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