EHC München schlägt Mannheim: Der ganz normale Wahnsinn

Der EHC München liegt im Topspiel in Mannheim mit 0:2 zurück, gewinnt am Ende aber 4:3.
von  Matthias Kerber
Sieger im Spitzenspiel: Der EHC besiegt Mannheim mit 4:3, Mads Christensen (r) und Maximilian Kastner bejubeln das letzte Tor.
Sieger im Spitzenspiel: Der EHC besiegt Mannheim mit 4:3, Mads Christensen (r) und Maximilian Kastner bejubeln das letzte Tor. © dpa

Mannheim – Aufholjagd, Krimi, Drama! Darunter macht es der EHC Red Bull München in dieser Saison eher selten. Beim Spitzenspiel bei den Adlern Mannheim sah der Meister und Tabellenführer schon wie der sichere Verlierer aus, ehe die Truppe von Erfolgscoach Don Jackson, der seine Truppe im AZ-Interview zuvor deutlich angezählt hatte („Ich bin nicht zufrieden“), die Partie nach einem 0:2-Rückstand doch noch drehte und 4:3 gewann.

Und das nur eine Woche, nachdem der EHC in der Partie bei den Nürnberg Ice Tigers eine 5:1-Führung vergeigt und 5:6 nach Verlängerung verloren hatte. „Es war ein echtes Spitzenspiel für uns, vor allem nach der unglücklichen Niederlage in Nürnberg. Wir haben es heute so gemacht wie die Ice Tigers zuletzt, indem wir zwei Tore aufgeholt haben“, sagte Münchens Topstürmer Jason Jaffray.

EHC-Kapitän Michael Wolf hatte nach den Treffern der Mannheimer Marcel Goc (17.) und Ronny Arendt (35.) 28 Sekunden vor der Drittelpause das 1:2 erzielt, Jaffray in der 47. Minute dann das 2:2 markiert, ehe Mannheim durch Garrett Festerling erneut in Führung gegangen war. Doch Jon Matsumoto (57.) und Mads Christstensen (58.) machten den Sieg der Münchner, bei denen zwischenzeitlich Verteidiger Matt Smaby, Frank Mauer und Stürmer Steven Pinizzotto mit Verletzungen vom Eis mussten, klar.