Oscar-Looks: Wer war Top, wer war Flop?

In Hollywood wurden zum 93. Mal die Oscars verliehen. Wegen Corona fiel die Veranstaltung diesmal deutlich kleiner aus, die Outfits der Stars waren dafür nicht weniger extravagant. Die Tops und Flops vom roten Teppich.
von  Steffen Trunk
Stilvoll, aufregend oder unpassend: Die Looks der Oscar-Nacht...
Stilvoll, aufregend oder unpassend: Die Looks der Oscar-Nacht... © dpa/Chris Pizzello

Endlich wieder ein roter Teppich! Es ist ein Mini-Glamour-Comeback in der anhaltenden Corona-Pandemie. 

Promis laufen mit Abstand über den Oscar-Teppich

Bei den diesjährigen Oscars wurde der berühmteste rote Teppich der Welt, der diesmal kleiner und mit weniger Fotografen und Reportern besetzt war, vor dem historischen Bahnhofsgebäude von Los Angeles ausgerollt. Es war ein kürzeres Schaulaufen mit glitzernden Roben, edlen Kleidern – und sagen wir "experimentierfreudigen" Looks.

Andra Day: Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Ganz in Gold und mit (zu) viel Haut erschien Soulsängerin Andra Day zur Verleihung der Academy Awards. Sie hoffte auf einen Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in "The United States vs. Billie Holiday". Gewonnen hat sie nicht. Dafür 40 Pfund für ihre Rolle verloren, wie sie den Reportern erzählte. Sie trinke und rauche nicht, habe aber für den Film damit angefangen. Nicht, um Gewicht zu verlieren – sondern um möglichst nah an die Stimme der legendären Jazzsängerin zu kommen.

Der sympathischste Star des Abends war Glenn Close. Zwar musste die 74-Jährige zum achten Mal ohne Goldjungen nach Hause gehen, begeisterte aber in einem blau-glitzernden Hosenanzug im Blitzlicht der Fotografen – und twerkte später fröhlich.

Neben den Oscar-Anwärtern waren 18 Filmschaffende als prominente Helfer eingeladen, darunter Halle Berry, Reese Witherspoon, Harrison Ford, Joaquin Phoenix und Brad Pitt. Es gab diesmal keinen Gala-Moderator; die von Regisseur Steven Soderbergh gestaltete Show lief wie ein Film ab.

"Nomadland" gewann drei der vier Haupt-Oscars

Abräumer des Abends war "Nomadland". Das Roadmovie räumte drei der vier Haupt-Oscars ab: Das Werk wurde zum besten Film gekürt, die aus China stammende Filmemacherin Chloé Zhao bekam den Oscar für die beste Regie und Schauspielerin Frances McDormand den Preis für die beste weibliche Hauptrolle. Sie spielt in "Nomadland" eine Frau, die aus wirtschaftlicher Not ihr Hab und Gut in ein Auto lädt und als Nomadin durch die USA zieht. Für die 63-jährige Amerikanerin ist es bereits der dritte Oscar als Hauptdarstellerin. Mit Zhao wurde erst zum zweiten Mal in der 93-jährigen Oscar-Geschichte eine Frau mit dem Regie-Oscar geehrt.

Zum besten Hauptdarsteller wählten die rund 9.000 Mitglieder der US-Filmakademie den Briten Anthony Hopkins (83) für seine Darstellung eines demenzkranken Mannes in "The Father".