Königin Silvia hat den Tod ihres Bruders noch nicht verarbeitet

Zum ersten Mal spricht Königin Silvia von Schweden öffentlich über den Tod ihres deutschen Bruders Walter Sommerlath. Dieser war im Oktober nach einer langjährigen Alzheimererkrankung verstorben.
von  AZ
"Ich weiß nicht, ob ich es überhaupt schon verarbeitet habe", sagt Königin Silvia von Schweden über den Tod ihres Bruders Walter. (Archivbild)
"Ich weiß nicht, ob ich es überhaupt schon verarbeitet habe", sagt Königin Silvia von Schweden über den Tod ihres Bruders Walter. (Archivbild) © BrauerPhotos / O.Walterscheid

Ungewohnt emotional zeigte sich Königin Silvia (76) bei einem Fernsehinterview mit dem schwedischen Sender "TV4". Sie sprach zum ersten Mal über den Tod ihres im Oktober verstorbenen Bruders Walter Sommerlath.

König Silvia trauert um ihren Bruder

"Ich weiß nicht, ob ich es überhaupt schon verarbeitet habe", antwortete sie im Interview auf die Frage, wie sie mit dem Verlust des Bruders umgehen würde. Es sei noch zu früh, um etwas dazusagen zu können, so die Königin. Walter Sommerlath war an den Folgen einer langjährigen Alzheimererkrankung verstoben. Bis zu seinem Tod am 23. Oktober 2020 verbrachte er Zeit im Kreis der Familie im Schloss Drottningholm auf der Insel Lovön.

Im Interview sprach die 76-jährige Königin auch über die Krankheit, die ihrem Bruder das Leben kostete. "Alzheimer ist eine schreckliche Krankheit. Sie ist schmerzhaft. Allmählich verliert man das Bewusstsein für sich selbst. Man findet keine Antworten mehr auf die eigene Situation oder die richtigen Worte. Betroffene werden immer genervter", erklärte Silvia von Schweden. "Daher war es für uns sehr schwer, damit umzugehen."

Schon Silvias Mutter litt an Alzheimer

Erst vor wenigen Monaten zog Sommerlath, laut der schwedischen Zeitung "Svenskdam", zusammen mit seinem Sohn Patrick von Italien nach Schweden, um näher bei seiner Schwester Silvia zu wohnen. Besonders hart für die Königin: Bereits ihre Mutter Alice Sommerlath war 1997 an Alzheimer verstorben.