"Bildungsallianz": Das nächste Thema

Der AZ-Korrespondent Torsten Henke über die "Bildungsallianz" von Martin Schulz.  
von  Torsten Henke
Torsten Henke ist der Meinung, dass es eine Gerichtigkeitslücke gibt die es zu schließen gilt.
Torsten Henke ist der Meinung, dass es eine Gerichtigkeitslücke gibt die es zu schließen gilt. © dpa

Der AZ-Korrespondent Torsten Henke über die "Bildungsallianz" von Martin Schulz.

Gerechtigkeit, Steuern, Wirtschaftspolitik, Elektroautoquote – bisher hat keines der Themen, dass SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in die Wahlkampf-Debatte geworfen hat, wirklich zünden können. Nun soll es also die Bildung richten. Ein Fehler ist es nicht, diesem Politikfeld mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Denn dass die Köpfe junger Menschen der wichtigste Rohstoff dieses Landes sind – das ist mehr als eine Binsenweisheit. Der Pisa-Schock hat zwar zu vielen Verbesserungen geführt. Dennoch wird noch immer wertvolles Potenzial verschenkt.

Über Jahre und Jahrzehnte haben deutsche Schüler etliche Reformen, und Reförmchen über sich ergehen lassen müssen. Die Erfolge hielten sich allzu häufig in Grenzen, mitunter wurde die Lage für Schüler, Eltern und Lehrer "verschlimmbessert". Ein Experiment, das zu Frust pur geführt hat: das Turbo-Abitur. Schlimm ist auch, wie marode viele Schulen sind, und dass Kinder aus armen Familien und mit ausländischen Wurzeln schlechtere Chancen haben. Hier gibt es tatsächlich eine Gerechtigkeitslücke, die es zu schließen gilt.

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