AfD berät über Streit in der Partei

Die Alternative für Deutschland ist in Kassel zu einem Parteikonvent zusammengekommen, um über die internen Streitigkeiten in der Partei zu beraten. Die Flügelkämpfe zwischen Frauke Petry und anderen führenden Kräften der Partei sollen beigelegt werden.
von  dpa
Führende AfD-Politiker sind gegen die Absetzung des bisherigen Vorstands um die beiden Co-Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen, obwohl sie seit Wochen im Clinsch liegen.
Führende AfD-Politiker sind gegen die Absetzung des bisherigen Vorstands um die beiden Co-Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen, obwohl sie seit Wochen im Clinsch liegen. © Bernd von Jutrczenka/Archiv

Kassel - Die AfD ist in Kassel zu einem Parteikonvent zusammengekommen, um ihre internen Streitigkeiten beizulegen.

Teile der rechtspopulistischen Partei wollen den Weg für einen Sonderparteitag und die Neuwahl des Bundesvorstands freimachen. Allerdings hatten sich zuletzt mehrere führende AfD-Politiker gegen die Absetzung des bisherigen Vorstands um die beiden zerstrittenen Co-Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen gewandt.

Vertreter tagen hinter verschlossenen Türen

Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg sagte vor Beginn der Veranstaltung, der Konvent werde dem Bundesvorstand "zu Recht Erklärungen abverlangen". "Ich wünsche mir, dass der Bundesvorstand dem Konvent klarmachen kann, dass er weiter zusammenarbeiten und der Bundesvorstand seine Arbeit fortsetzen kann." Der hessische AfD-Vorstandssprecher Peter Münch betonte, er sei grundsätzlich gegen einen Sonderparteitag: "Ich sehe das nicht als notwendig an."

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Die rund 50 Vertreter der Landesverbände und des Bundesvorstands tagen hinter verschlossenen Türen. Unmittelbar vor dem Treffen war die Vorsitzende Petry auf ihre Kritiker zugegangen und hatte eigene Fehler eingeräumt. "Niemand von uns ist fehlerfrei. Ich auch nicht", sagte sie "Bild.de".