Zweckentfremdungs-Plattform: Münchner zeigen tausendfach an

Seit Januar 2018 können Münchner der Stadt auf einer eigenen Plattform vermutete Fälle von Zweckentfremdung in der Stadt melden. Im Rahmen einer Antwort auf eine Anfrage der Linke hat Sozialreferentin Dorothee Schiwy nun mitgeteilt, wie viele Hinweise auf der Plattform eingegangen sind.
von  AZ
Münchens Sozialreferentin Dorothee Schiwy.
Münchens Sozialreferentin Dorothee Schiwy. © Martin Hangen

München - Um dem Problem der Zweckentfremdung von Wohnungen in München Herr zu werden, greift die Stadt immer wieder zu neuen Mitteln.

Wohndetektive, eine verschärfte Satzung und drastische Strafen – all das scheint nur bedingt zu helfen, denn immer wieder werden Fälle bekannt, in denen Wohnungen ungenehmigt zweckentfremdet werden.

Im Januar 2018 hat das Amt für Wohnen und Migration des Sozialreferats München deswegen eine neue Plattform ins Leben gerufen. Auf dieser können Münchner Hinweise auf potentielle Zweckentfremdungen abgeben. Im Rahmen einer Antwort auf eine Anfrage der Linke-Fraktion im Stadtrat hat Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) nun mitgeteilt, wie viele solcher Hinweise auf der Plattform "Raum für München" bis Ende Dezember 2019 eingegangen sind.

Münchens Sozialreferentin Dorothee Schiwy.
Münchens Sozialreferentin Dorothee Schiwy. © Martin Hangen

Zweckentfremdung: Rund 700 Verfahren eingeleitet

Demnach sind in zwei Jahren genau 2.222 Hinweise auf eine vermutete Zweckentfremdung von Wohnraum auf der Plattform eingegangen. Von diesen Hinweisen konnte die Stadt in rund 700 Fällen zweckentfremdungsrechtliche Verwaltungsverfahren einleiten, etwa 200 dieser Verfahren sind mittlerweile schon abgeschlossen. Schiwy zufolge werde die Plattform von den Münchnern "in äußerst regem Umfang genutzt".

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