Zu laut: Da schlug er mit dem Camping-Beil zu

Versuchter Totschlag? Ein 60-Jähriger fühlte sich durch eine nächtliche Konversation vor seinem Haus gestört und griff zu einem Beil.
von  jot
Schlug mit Camping-Beil zu: Can K. (60).
Schlug mit Camping-Beil zu: Can K. (60). © jot

Versuchter Totschlag? Ein 60-Jähriger fühlte sich durch eine nächtliche Konversation vor seinem Haus gestört und griff zu einem Beil.

München – Er habe nie die Absicht gehabt, jemanden zu töten. Den Vorwurf des versuchten Totschlags weist Can K. (60, Name geändert) weit von sich. Doch die Staatsanwaltschaft ist anderer Meinung. Der Landschaftsgärtner hatte am 25. Juni in Neuperlach seinen Kontrahenten mit einem Beil am linken Arm verletzt.

Grund der Auseinandersetzung war ein nächtliches Gespräch vor dem Haus am Karl-Marx-Ring. Das Opfer hatte seine Lebensgefährtin zur Wohnung ihrer Mutter begleitet, die drei unterhielten sich im Hauseingang.

Gegen Mitternacht bemerkte Can K. das Gespräch. Er öffnete das Fenster und rief, dass er Ruhe wünschte. „Ich wollte schlafen, weil ich früh wieder zur Arbeit musste“, erklärte er vor Gericht.

 

Drei mal auf das Opfer eingeschlagen?

 

Doch das Trio reagierte nicht wie gewünscht. Es wurden stattdessen Beleidigungen und Beschimpfungen ausgetauscht. Can K. soll dann laut Anklage runtergeschrien haben, dass er runterkommen und sie alle umbringen werde.

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Tatsächlich habe er dann zu einem Camping-Beil mit einer Länge von 27 Zentimetern gegriffen und sei runtergestürmt. Er habe das Beil aus Angst mitgenommen, weil er fürchtete, angegriffen zu werden, erklärte Can K. am Mittwoch.

Laut Anklage war er aber der Angreifer, der sein Opfer gepackt und zwei, drei mal auf den Mann eingeschlagen habe. Die Schläge zielten auf Kopf und Hals, doch das Opfer konnte die Schläge abwehren und wurde lediglich am linken Arm verletzt. Die Ehefrau von Can K. kam dazu und entwand ihrem Mann schließlich das Beil.

Der Prozess dauert an.