Wer wird König(in) der Schönheitskönigin?

Einiges deutet darauf hin, dass Peter Reicherts Noch-Ehefrau Gerdi das Wiesnzelt behält.
von  Irene Kleber
Die Schönheitskönigin auf der Oidn Wiesn.
Die Schönheitskönigin auf der Oidn Wiesn. © imago/imagebroker

München - Und weiter geht's im Wiesn-Wirtekarussell! Nachdem die Hacker-Pschorr-Brauerei sich offiziell festgelegt hat, dass (nach dem Abgang der Wirtsfamilie Heide) Gastronom Peter Reichert das vakante Bräurosl-Zelt übernehmen wird, ist das Rennen ums nächste Wiesnzelt eröffnet.

Zahlreiche Interessenten für die Schönheitskönigin

Weil jetzt die Frage im Raum steht: Wer wird nun König(in) der Schönheitskönigin auf der Oidn Wiesn? Reichert hat sich nämlich entschieden, das griabige Volkssängerzelt, das er bislang mit Noch-Ehefrau Gerdi geführt hat, abzugeben, mit all dem beliebten Bühnenprogramm und Wirtshausgesang . Mit der Bräurosl und dem Wirtshaus Donisl am Marienplatz, das er ja ebenfalls übernimmt, wird er genug Arbeit haben.

Interessenten für die Schönheitskönigin (1.380 Sitzplätze drinnen, 400 draußen) gibt es jedenfalls mindestens zwei Handvoll, das Gedrängel darum sei groß, hört man aus der Stadt. Trotz Corona-Krise und aktuell nur wenig rosigen Aussichten für eine nächste Wiesn 2021. Die Zeit drängt auch: Bewerbungsschluss im Wirtschaftsreferat ist nämlich schon am 31. Dezember. "Dass sich in dieser Krise keiner für ein Wiesnzelt interessiert", sagt Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) süffisant, "kann ich absolut nicht feststellen."

Wirtin Gerdi Reichert.
Wirtin Gerdi Reichert. © Schönheitskönigin

Was wohl sicher ist: Der oder die nächste Wirt(in) muss sich mit dem Bühnen- und Gesangsprogramm der Schönheitskönigin identifizieren können, das will die Stadt erhalten. Programm-Macher und Kabarettist Jürgen Kirner jedenfalls äußert auf AZ-Anfrage schon klare Präferenzen: "Am allerliebsten möchte ich mit Gerdi Reichert als Wirtin weitermachen. Wir arbeiten die ganze Zeit schon wie eine Familie zusammen, die Künstler, die Gäste, das Personal und die Wirtin." Gerade in der Krise, "wo rundherum alles zerfällt", sagt Kirner, "sollte man Bewährtes auf keinen Fall ändern."