Oktoberfest-Absage: So reagieren Schausteller auf das Wiesn-Aus

Auch 2021 muss das Oktoberfest Corona-bedingt ausfallen. Für die Schausteller bedeutet das große Umsatzeinbußen. Trotzdem bleibt die Hoffnung, dass nicht alle Volksfeste in Deutschland abgesagt werden.
von  AZ/dpa
Auch  2021 muss das Oktoberfest aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. (Archivbild)
Auch 2021 muss das Oktoberfest aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. (Archivbild) © Tobias Hase/dpa

München - Die coronabedingte Absage des Oktoberfests darf nach Ansicht des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) nicht automatisch das Aus aller deutschen Volksfeste bedeuten. Die Wiesn sei weltweit das Aushängeschild und Flaggschiff der deutschen Volksfeste, kein anderes Fest sei in den Medien so präsent, erläuterte der DSB am Montag.

Veranstalter sollten Unterschied zwischen Oktoberfest und Volksfest berücksichtigen

Das Oktoberfest sei nicht repräsentativ für die 9.750 anderen deutschen Volksfeste und Kirmessen, sondern "ein Fest der Superlative". Kein anderes deutsches Volksfest ziehe so viele Besucher - sechs Millionen - in seinen Bann, sei Magnet für Millionen Touristen aus ganz Europa, Südostasien und den USA - und begrüße bis zu 400.000 Gäste an einem einzigen Tag.

Das familienorientierte deutsche Volksfest hingegen wende sich mit seinem vielfältigen Angebot an die Einheimischen und die Gäste aus dem nahen Umland. Veranstalter sollten diese Unterschiede berücksichtigen. "Die Absage des Oktoberfestes darf kein Indikator dafür sein, um andere Volksfeste in Deutschland voreilig abzusagen", sagte DSB-Präsident Albert Ritter.

Die Veranstalter sollten für unvermeidliche Absagen den letztmöglichen Zeitpunkt nutzen. "Wir sind jederzeit startklar, können in der Regel binnen weniger Tage auf dem Festplatz erscheinen und das Fest aufbauen", sagte Ritter.