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München hat nun Inzidenz-Einstufung "unter 35": Diese Corona-Beschränkungen entfallen

Nachdem das RKI am Montag zum fünften Mal in Folge für München einen Inzidenzwert unter 35 gemeldet hat, gilt ab Mittwoch, 2. Juni, in München die Inzidenzeinstufung "unter 35".
von  Lukas Schauer
Die Inzidenz in München befindet sich derzeit knapp unter 50.
Die Inzidenz in München befindet sich derzeit knapp unter 50. © imago images/Fotostand

München - Am Sonntag traten die letzten Lockerungen in Kraft, jetzt ist München den fünften Tag in Folge sogar unter der Inzidenz von 35, damit gilt offiziell die Inzidenzeinstufung "unter 35".

Damit können sich ab Mittwoch (2. Juni) wieder die Angehörigen des eigenen Hausstands und zwei weitere Haushalte mit zusammen maximal zehn Personen (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet) treffen - bisher waren zwei Haushalte mit maximal fünf Personen erlaubt.

Der Rest der Vorschriften bleibt gleich beziehungsweise unangetastet, hier gelten weiter die Regeln, die am Sonntag in Kraft getreten sind (siehe unten). OB Dieter Reiter hat das zuletzt auch kritisiert und weitere Lockerungen gefordert.

Diese Corona-Beschränkungen entfallen seit Sonntag in München

Im Handel entfällt die Pflicht zur vorherigen Terminbuchung und auch zur Kontaktdatenerhebung. Bummeln und spontanes Einkaufen sind also wieder möglich. Und ebenso wichtig: es dürfen wieder mehr Kunden in die Läden, die Quadratmeterbeschränkungen werden ebenfalls gelockert. "Dies hilft vor allem kleineren Geschäften, für die die bisherige, strenge Begrenzung problematisch war", erklärt Wolfgang Fischer vom Innenstadthändler-Verband City Partner. "Das fühlt sich fast wie richtig normales Leben an", so Fischer zur AZ. "Jetzt fehlt nur noch die Innengastronomie".

Keine Testpflicht mehr in der Gastronomie

Die Innengastronomie bleibt weiter zu, allerdings entfällt für die Außengastronomie die Pflicht eines negativen Tests. Die Pflicht zur Kontaktdatenerhebung hingegen bleibt – das ist aber oft auch per App möglich.

Nach der Radltour im Biergarten einzukehren, ist also mit weniger Planungsaufwand verbunden als bisher. Sperrstunde ist immer 22 Uhr.

Wenn die Inzidenz unter 50 ist, fällt unter anderem die Testpflicht für Gastrobesuche bei mehr als zwei Haushalten weg.
Wenn die Inzidenz unter 50 ist, fällt unter anderem die Testpflicht für Gastrobesuche bei mehr als zwei Haushalten weg. © imago/Sven Simon

Körpernahe Dienstleistungen sind wieder erlaubt

Im Bereich Dienstleistungen ist die wichtigste Änderung: Dienstleistungen mit körperlicher Nähe zum Kunden (also etwa Tattoo-Studios oder Massagesalons) dürfen ebenfalls wieder öffnen. Hier ist aber weiterhin eine Terminbuchung und eine Kontaktdatenerhebung notwendig.

Auch Besuche in Museen, Galerien, im Botanischen Garten oder im Tierpark Hellabrunn werden einfacher. Eine Testpflicht gibt es hier ja bereits ebenfalls nicht mehr. Ab Montag öffnet der Tierpark zudem wieder von Montag bis Freitag für den Verkauf von Tagestickets und Jahreskarten. An Wochenenden, Feier- und Ferientagen muss aber weiterhin vorab ein Online-Ticket über München Ticket gebucht werden.

Für alle Sportler gibt es keine weiteren Lockerungen. Es bleibt dabei, dass kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Außenbereich erlaubt ist. Fitnessstudios sind bereits offen, Tests sind hier nach Terminbuchung nicht mehr erforderlich. Und: Maximal 250 Zuschauer sind bei Sportveranstaltungen im Außenbereich erlaubt.

Diese Corona-Beschränkungen bleiben trotz Inzidenz unter 50 bestehen

Was gleich bleibt: Die FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und im Einzelhandel sowie in Teilen der Münchner Innenstadt. Auch an den generellen Kontaktbeschränkungen (zwei Haushalte, maximal fünf Personen bzw. drei mit maximal zehn Personen ab unter 35) ändert sich erstmal nichts.