Kommentar

Mieterpolitik: Münchens große Frage

Der Lokalchef über die Mieterpolitik der CSU.
von  Felix Müller

Bei Bundestagswahlen hat die CSU in München oft starke Ergebnisse geholt. Auch viele Münchner, die für den Stadtrat SPD oder Grüne wählen, haben offenbar das Gefühl, die CSU kämpfe in Berlin glaubwürdig und wirksam gegen die Probleme Bayerns - und damit auch Münchens - an. Nur sind das nicht immer dieselben.

München ist eine Mieterstadt. Eine Stadt, in der inzwischen fast jedes Problem direkt oder indirekt damit zusammenhängt, dass Normalverdiener kaum noch eine Wohnung finden. Dem selbsterklärten Heimatminister Horst Seehofer ist's scheinbar wurscht.

Ein Umwandlungsverbot stünde der CSU gut zu Gesicht

Ein richtiges Umwandlungsverbot wäre kein zahnloser Tiger. Wenn Investoren ein ganzes Mietshaus kaufen - oder Erben ein ganzes Mietshaus bekommen - sollten sie es nicht aufteilen dürfen in Eigentumswohnungen, die zum Höchstpreis verkauft werden.

Die Mieter müssen dann bisher oft ausziehen. Und in vielen Fällen raus aus der Stadt. Das endlich ernstzunehmen, stünde der Volkspartei CSU gut zu Gesicht. Jetzt, nicht einmal ein Jahr vor der Wahl, wäre ein guter Zeitpunkt dafür.