Hier flüstert der Sprecher der Wiesn-Wirte

„Eine Traumwiesn!” Toni Roiderer zieht – ziemlich heiser – nach 17 Tagen Bilanz
von  Anne Kathrin Koophamel
Toni Roiderer, der Sprecher der Wiesnwirte.
Toni Roiderer, der Sprecher der Wiesnwirte. © az

„Eine Traumwiesn!”: Toni Roiderer zieht – ziemlich heiser – nach 17 Tagen Bilanz

AZ: Herr Roiderer, Sie sind ja ganz heiser. Was ist denn passiert?
TONI ROIDERER (im Flüsterton): Ich hab’ eindeutig zu wenig getrunken.
Kamillentee? Nein, Bier. Aber im Ernst: Am Samstag haben wir Wirte nochmal Vollgas für unsere Gäste gegeben. Da bleibt einem schon mal die Stimme weg.

Dieses Jahr wurden Unmengen von Bier getrunken: 7,5 Millionen Maß. Woran lag’s?
Das Wiesnbier ist halt so gut. Das Geschäft hat schon gepasst.

Gepasst? Die Wirte müssten hoch zufrieden sein...
Ja, es war eine Traumwiesn mit vielen friedlichen Gästen. Alle haben ganz entspannt gefeiert, und am letzten Wochenende kamen nochmal richtig viele Münchner raus.

Bei denen kam auch die Oide Wiesn sehr gut an. Ist sie Konkurrenz?
Nein, die OideWiesn ist sehr gut für uns. Der Druck von der großen Wiesn ist weg, es verteilt sich besser. Ich war beim Wirterundgang auf der Oidn Wiesn und finde das eine sehr schöne, gelungene Veranstaltung.

Heuer war Gabriele Weishäupls letzte Wiesn. Werden Sie sie vermissen?
Da geht eine Ära zu Ende, wenn man diesen Job über ein Vierteljahrhundert lang macht. Mit Frau Weishäupl konnten wir Wirte immer sprechen, sie war ein Partner für uns in allen Belangen. Jetzt wird man sehen müssen, was kommt.

Fahren Sie jetzt in den Urlaub?
Erst im November. Ich muss erstmal schauen, wofür es reicht. Passend wäre nach so einer Traumwiesn ja das Traumschiff. Nur werd’ ich so leicht seekrank.