Wiedereröffnung: Sendling geht wieder ins Wirtshaus

Nach fast eineinhalb Jahren eröffnet das Wirtshaus in Sendling mit neuem Pächter.
von  Ruth Frömmer
Die Tische stehen schon bereit, die Gäste können kommen.
Die Tische stehen schon bereit, die Gäste können kommen. © Löwenbräu

München - "Dass ich Wirt dieses schönen Gasthauses mit so langer Tradition sein kann, ist schon ein Traum", sagt der frischgebackene Pächter Manfred Rott. Pünktlich zur Wiedereröffnung der Innengastronomie tritt er die Nachfolge der bisherigen Wirtin Christa Schuler an, die sich nach 20 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat.

Prost aufs frisch sanierte Wirtshaus (v.l.): Löwenbräu-Vorstand Bernhard Klier und Wirt Manfred Rott.
Prost aufs frisch sanierte Wirtshaus (v.l.): Löwenbräu-Vorstand Bernhard Klier und Wirt Manfred Rott. © Löwenbräu

Manfred Rott kennen die Münchner bereits aus dem Café Westend, das er zusammen mit seiner Frau Franziska betreibt. Im Lockdown hatte der 49-Jährige Zeit, das geschichtsträchtige Sendlinger Wirtshaus von Grund auf zu sanieren. Das über 100 Jahre alte Gebäude gehört zum unter Denkmalschutz stehenden Ensemble der Kriegersiedlung.

Der Charme ist historisch – die Optik aber modern

"Uns war es wichtig, den ganz eigenen Charme dieser Traditionswirtschaft zu bewahren", sagt Löwenbräu-Vorstand Bernhard Klier. Der Gastraum erscheint jetzt heller und klarer, aber die bewährte Wirtshaus-Bestuhlung und die alte Wandvertäfelung sind nach fachkundiger Aufbereitung durch Schreiner geblieben. "Durch den Umbau haben wir den alten Charme erhalten, aber nicht die Optik", erklärt Manfred Rott der AZ und weiter: "trotzdem wirkt das moderne Wirtshaus für Alt und Jung fast wie vorher".

Sanieren ging nur behutsam, das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Der Gastraum ist nun heller als früher.
Sanieren ging nur behutsam, das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Der Gastraum ist nun heller als früher. © Löwenbräu

Das Bier kommt hier bereits seit 92 Jahren von Löwenbräu. Eine Halbe Helles vom Fass gibt's für 4,10 Euro, Franziskaner Weißbier für 4,30. Natürlich gibt's auch alkoholfreie Getränke (0,5 l Tafelwasser, 3,10 Euro) und Aperol Spritz für 6,50 Euro.

Die Küche verspricht bayerische Klassiker zu anständigen Preisen. Den Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und Speck-Krautsalat und das Münchner Schnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat gibt's jeweils für 12,90 Euro. Für ein paar Weißwürste mit Breze bezahlt man 5,50 Euro. Aber auch für Vegetarier und Fisch-Fans hält die Karte Gerichte bereit. Ihre Produkte beziehen die Köche vorwiegend von regionalen Erzeugern.

Genießen kann man Speis und Trank drinnen im Gasthaus oder draußen im gemütlichen Wirtsgarten.


Albert-Roßhaupter-Straße 61 (bei U-Bahnstation Partnachplatz) | Di-So: 10.30-23 Uhr | Tel. 5488 1800