"Strada del Goethe": Dolce Vita im Bahnhofsviertel

Neueröffnung trotz Lockdown: Im Strada del Goethe in München wird Pizza perfektioniert.
von  Annette Baronikians
Schwört auf die Diavolo, die wie alle Pizzen aus dem italienischen Steinofen kommen: Strada-del-Goethe-Chef Alexander Egger.
Schwört auf die Diavolo, die wie alle Pizzen aus dem italienischen Steinofen kommen: Strada-del-Goethe-Chef Alexander Egger. © Annette Baronikians

München - Der Pizzateig wird herumgewirbelt und wie ein großer Teller in der Hand gedreht. Ciro Borrelli ist ein Meister seines Fachs, ein neapolitanischer Pizzaiolo, und ein solcher kann nicht nur gute Pizzen backen, sondern daraus auch ein sehenswertes Spektakel machen.

Dieses gibt es, wenn es Ciros Zeit zulässt, im neuen stylisch-modern und gemütlich zugleich gestalteten Lokal Strada del Goethe.

Bahnhofsviertel nicht für (Gastro)-Hotspots bekannt

Spontan würde man die schmucke Einkehr mit bester, unverkünstelter italienischer Küche eher in einem der sogenannten Szeneviertel vermuten - doch das Strada del Goethe liegt in der namengebenden Goethestraße im Bahnhofsviertel, das bislang nicht unbedingt für stylische (Gastro-)Hotspots bekannt ist.

Dem Corona-Lockdown geschuldet kann man derzeit natürlich auch im Strada del Goethe nicht Platz nehmen, um dort dann auf Barhocker, Couch oder Holzstuhl Pizza, Pasta und Co. zu genießen. Doch schon zwei Wochen nach der Eröffnung hat sich die hohe Qualität rumgesprochen: Es gibt die ersten Stammgäste. Take-away und Lieferdienst laufen erfolgreich an.

Stylische Trattoria: Diese ist ein Teil des Strada del Goethe, in dem man (nach dem Lockdown) auch auf einer roten Riesencouch oder gepolsterten Stühlen Platz nehmen kann.
Stylische Trattoria: Diese ist ein Teil des Strada del Goethe, in dem man (nach dem Lockdown) auch auf einer roten Riesencouch oder gepolsterten Stühlen Platz nehmen kann. © Annette Baronikians

Strada del Goethe: "Die Pizzen sind der Wahnsinn"

"Die Pizzen sind der Wahnsinn", ruft ein mit Pizzakartons beladener Herr im Anzug der AZ-Reporterin zu. Fakt ist: Was aus dem italienischen Steinofen kommt, der mitten im Lokal steht, ist ein Genuss aus dünnem Teig, knusprigem Rand und saftigem Belag.

"Bei uns darf der Teig erstmal zwei Tage ruhen", erzählt Strada-del-Goethe-Chef Alexander Egger, der mit seiner Frau, Kathrin Wickenhäuser-Egger, auch das Wirtshaus Münchner Stubn in der nahen Bayerstraße hat.

Ein Meister seines Fachs: Pizzaiolo Ciro Borrelli, der nicht nur für gute Pizzen sorgt, sondern den Teig auch kunstvoll herumwirbeln kann.
Ein Meister seines Fachs: Pizzaiolo Ciro Borrelli, der nicht nur für gute Pizzen sorgt, sondern den Teig auch kunstvoll herumwirbeln kann. © Annette Baronikians

Bei Kindern beliebt: Pizza mit Nutella

Während er auf die Pizza Diavolo mit scharfer Salami (9,50 Euro) schwört, lieben die Wirte-Kids die Variante mit Nutella (5,50 Euro). Oder wie wär's mit Spaghetti Bolognese (11,20 Euro)? Dazu einen Salat (5,50 Euro), eine Flasche Bier (3 Euro) oder Mineralwasser (2,65 Euro)?

Wenn man in der Gastronomie wieder einkehren kann, wird die Speisekarte erweitert - und dann kann man sich auch so richtig an der frischen Optik dieses neuen Lokals erfreuen.


Goethestr.11/Ecke Schwanthalerstr., derzeit tägl. 11.30-14.30 Uhr und 17.30-21.30 Uhr, 089 551113611