Scheuer verteidigt Pläne für Mobilitätszentrum in München

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat Kritik an seiner Ankündigung eines neuen Mobilitätszentrums in München zurückgewiesen. "Über das oppositionelle Mäusekino mache ich mir keine Gedanken", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse".
von  dpa
Andreas Scheuer (CSU) steht nach einer Pressekonferenz hinter einem Modell einer Magnetschwebebahn. Foto: Peter Kneffel/dpa
Andreas Scheuer (CSU) steht nach einer Pressekonferenz hinter einem Modell einer Magnetschwebebahn. Foto: Peter Kneffel/dpa © dpa

Berlin - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat Kritik an seiner Ankündigung eines neuen Mobilitätszentrums in München zurückgewiesen. "Über das oppositionelle Mäusekino mache ich mir keine Gedanken", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Hier geht es um ein großes Zukunftsprojekt für Deutschland." Scheuer hatte am Wochenende bekanntgemacht, dass er für die Mobilitätswende eine 500 Millionen Euro schwere Investition in München plant. Dort soll ein "Deutsches Zentrum Mobilität der Zukunft" entstehen, das Geld dafür soll aus dem Bundeshaushalt kommen.

Kritik an den Plänen war aus den Bundestagsfraktionen von FDP und Grünen gekommen. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic, sprach von einem "durchsichtigen Wahlkampf-Manöver" kurz vor der Kommunalwahl in Bayern. Man könne nicht "nach Gutsherrenart Gelder verteilen ohne nachhaltige Konzepte und Standort-Wettbewerb". Grünen-Fraktionschef Oliver Krischer warf der CSU vor, das Verkehrsministerium vor allem zu nutzen, "um Geld des Bundes nach Bayern zu schaufeln".

Scheuer betonte, München sei ein hervorragender Standort. "Dort gibt es Industrie, viele Zulieferer und einen starken Mittelstand. Es gibt eine hervorragende Wissenschaftslandschaft." Er verwies auch darauf, dass die bayerische Landeshauptstadt kürzlich als neuer Standort der Automesse IAA ausgewählt wurde.