Deutsche Behörden weiten Maßnahmen gegen Coronavirus aus

In Deutschland sollen weitere Informationspflichten für Fluggesellschaften und Krankenhäuser kommen, um eine Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit aus China zu verhindern. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag nach einer Telefonkonferenz mit seinen Länderkollegen mit.
von  dpa
Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, äußert sich in seinem Ministerium zum erster Coronavirus-Fall in Deutschland. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, äußert sich in seinem Ministerium zum erster Coronavirus-Fall in Deutschland. Foto: Kay Nietfeld/dpa © dpa

Berlin - In Deutschland sollen weitere Informationspflichten für Fluggesellschaften und Krankenhäuser kommen, um eine Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit aus China zu verhindern. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag nach einer Telefonkonferenz mit seinen Länderkollegen mit. So sollen bei Flügen aus China die Piloten vor dem Landen an deutschen Flughäfen den Tower über den Gesundheitszustand der Passagiere informieren. Reisende aus China sollen Formulare ausfüllen, wie sie in den nächsten 30 Tagen zu erreichen sind. Die Airlines sollen die Angaben für diesen Zeitraum abrufbar halten. Damit sollen in Infektionsfällen Kontaktpersonen ausfindig gemacht werden können - etwa, wer neben wem gesessen hat.

Wie Spahn weiter sagte, sollen Kliniken künftig auch schon begründete Verdachtsfälle auf das Coronavirus an das Robert Koch-Institut melden müssen - nicht nur bestätigte Fälle wie bisher. Das Bundes-Institut soll zudem größere Koordinierungsbefugnisse im ganzen Land bekommen.

Der Minister bekräftigte: "Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland bleibt nach unserer Einschätzung weiterhin gering." Man nehme die Situation ernst und sei gut vorbereitet. "Für übertriebene Sorge gibt es keinen Grund."