Bundespolizei kontrolliert Güterzüge - 16 illegal eingereiste Personen aufgegriffen

Erneut hat die Bundespolizei in Rosenheim illegal eingereiste Personen aufgegriffen. Die Afrikaner waren in Güterzügen unterwegs.
von  AZ
Insgesamt 16 Personen griffen die Bundespolizisten auf. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)
Insgesamt 16 Personen griffen die Bundespolizisten auf. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) © Bundespolizei

Erneut hat die Bundespolizei in Rosenheim illegal eingereiste Personen aufgegriffen. Die Afrikaner waren in Güterzügen unterwegs oder fuhren auf Lkw-Aufliegern mit. Gegen einen Mann lag ein Haftbefehl vor.

Raubling/Rosenheim –  Einsatzreiches Wochenende für die Bundespolizei in Bayern. Am Samstag und Sonntag haben Beamten 16 unerlaubt eingereiste Personen bei Güterzugkontrollen entlang der Strecke Verona – München festgestellt. Ein Marokkaner wurde sogar per Haftbefehl gesucht.

Bereits am Samstag hatten Bundespolizisten unter der aufgeschlitzen Plane eines Sattelaufliegers zehn Personen im Alter von 12 bis 30 Jahren entdeckt. Die Männer wurden festgenommen. Wie sich herausstelte, lag gegen einen marokkanischen Staatsangehörigen ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen Diebstahls vor. Der polizeibekannte 30-Jährige sitzt mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Eichstätt und wartet auf seine Abschiebung. Vier seiner Begleiter wurden nach Österreich zurückgewiesen, vier weitere aufgrund ihres Alters an das zuständige Jugendamt überstellt. Ein 18-jähriger Gambier äußerte ein Asylgesuch und konnte an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden.

Insgesamt 16 Personen griffen die Bundespolizisten auf. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)
Insgesamt 16 Personen griffen die Bundespolizisten auf. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) © Bundespolizei

Erneuter Einreiseversuch

Am Sonntag stellten die Bundespolizisten ebenfalls am Bahnhof Raubling in vier Güterzügen insgesamt fünf weitere Afrikaner fest. Die Männer im Alter von 18 bis 29 Jahren hatten sich zwischen Lkw-Aufliegern und Eisenbahnwagen versteckt. Gegen einen ivorischen Staatsangehörigen lag eine Einreisesperre vor: Er war bereits im Mai dieses Jahres unerlaubt nach Deutschland eingereist und abgewiesen worden. Aufgrund seines erneuten Einreiseversuchs verhängte ein Haftrichter eine Geldstrafe von 300 Euro, die der 23-Jährige bezahlen konnte.

In Deutschland darf der junge Mann trotzdem nicht bleiben. Auch die übrigen Aufgegriffenen, zwei Gambier sowie ein Marokkaner und ein Kameruner mussten das Land wieder verlassen. Da es ihnen offenbar nicht auf Schutz in der Bundesrepublik ankam, wurden sie an die österreichischen Behörden überstellt.

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