Aus München gehen 100 000 Liter Desinfektionsmittel ins Land

München (dpa/lby) - Vom Münchner Messegelände aus gehen jeden Tag 100 000 Liter Handdesinfektionsmittel in alle bayerischen Landkreise. Dies sei das Ergebnis der in Bayern angeschobenen Produktion, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Donnerstag bei einer Besichtigung des Lagers und Umschlagplatzes.
von  dpa
Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern. Foto: Matthias Balk/dpa
Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern. Foto: Matthias Balk/dpa © dpa

München (dpa/lby) - Vom Münchner Messegelände aus gehen jeden Tag 100 000 Liter Handdesinfektionsmittel in alle bayerischen Landkreise. Dies sei das Ergebnis der in Bayern angeschobenen Produktion, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Donnerstag bei einer Besichtigung des Lagers und Umschlagplatzes. Die in 5, 10 und 20 Liter fassende Kanister abgepackte Flüssigkeit werde gratis an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Altenheime verteilt. Supermärkte müssten sich auf dem freien Markt eindecken.

Das Desinfektionsmittel wird laut Aiwanger in Bayern mit Hilfe von Alkohol aus der Biosprit-Produktion erzeugt, der aus Sachsen-Anhalt kommt. Vor dem Abtransport wird das brennbare Produkt auf Paletten in klimatisierten Zelten gelagert, die mit Sicherheitsabstand auf einer Kiesfläche stehen. Den Transport übernimmt das Technische Hilfswerk mit 15 bis 20 Lkw-Touren am Tag.

Theoretisch könne sich mit der jetzt verfügbaren Menge jeder Bayer ein Mal am Tag die Hände desinfizieren, sagte Aiwanger. Durch die eigene Produktion wolle man verhindern, dass Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen Preise von 30 Euro pro Liter bezahlen müssten. Dafür gebe Bayern jetzt einige Millionen Euro aus.

Das Lager wird zudem von der Polizei bewacht. "Früher wurden Banken überfallen, neuerdings werden Maskenlager überfallen und Desinfektionsmittellager", sagte Aiwanger.