400 Kilometer neue Radwege für 200 Millionen Euro

Putzbrunn (dpa/lby) - Bis 2024 sollen in Bayern für rund 200 Millionen Euro rund 400 Kilometer neue Radwege an Bundes- und Staatsstraßen entstehen. "Wir wollen damit Lücken im Radwegenetz schließen und Radfahren attraktiver und sicherer machen", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Freitag in Putzbrunn bei München.
von  dpa
Kerstin Schreyer (CSU), Verkehrsministerin von Bayern, kommt in den Landtag. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
Kerstin Schreyer (CSU), Verkehrsministerin von Bayern, kommt in den Landtag. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild © dpa

Putzbrunn (dpa/lby) - Bis 2024 sollen in Bayern für rund 200 Millionen Euro rund 400 Kilometer neue Radwege an Bundes- und Staatsstraßen entstehen. "Wir wollen damit Lücken im Radwegenetz schließen und Radfahren attraktiver und sicherer machen", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Freitag in Putzbrunn bei München. Gerade in Zeiten von Corona hätten viele Menschen das Fahrrad auch im Alltag wieder für sich entdeckt. "Mit modernen und lückenlosen Radwegen wollen wir diese positive Entwicklung dauerhaft unterstützen."

Von den 200 Millionen Euro, die investiert werden, stammen 110 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt und 90 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Sie sollen sowohl an vorhandene Straßen angebaut als auch bei Neubauprojekten direkt mit angelegt werden. Im Fokus stehen dabei jene Stellen in Bayern, an denen viele Radfahrer unterwegs sind oder markante Lücken im Radwegenetz geschlossen werden können.

Insgesamt ist auch nach Rücksprache mit den Kommunen ein Pool mit 200 Vorhaben an Bundesstraßen mit einer Länge von 370 Kilometern sowie 239 Vorhaben an Staatsstraßen mit einer Länge von 440 Kilometern entstanden. Allerdings seien nicht alle Vorhaben bis 2024 umsetzbar. "Wir nehmen bewusst mehr Projekte auf, weil wir für den Bau beispielsweise auf private Grundstücke angewiesen sind und diese nicht immer sofort erwerben können", sagte Schreyer.

Auch für Radwege, die Städte und Gemeinden unabhängig vom Radwegebauprogramm umsetzen wollen, sagte Schreyer Unterstützung vom Freistaat zu: "Wo die Kommunen selbst anpacken und Bau und Finanzierung übernehmen, unterstützen wir sie in bewährter Weise mit Fördermitteln." Ziel sei es, dass bis 2025 bayernweit 20 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und die Menschen nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch auf dem Weg in die Arbeit oder zum Einkaufen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Derzeit sind es rund elf Prozent bezogen auf die Zahl der zurückgelegten Wege (Stand 2018).