Rosenheim GSG-9-Einsatz gegen rechtsradikalen Polizisten

dpa, 10.11.2012 11:13 Uhr

Weil er sich in einem rechtsradikalen Verein betätigte, fiel ein Polizist aus Rosenheim dem Verfassungsschutz auf. Jetzt hat ihn laut einem Medienbericht die GSG 9 gestoppt.

Berlin/Rosenheim – Die Bundespolizei hat nach einem „Focus“-Bericht ihre Eliteeinheit GSG 9 gegen einen eigenen Beamten eingesetzt, der vermutlich rechtsextrem ist. Der Beamte habe sich ohne Gegenwehr ergeben. Der 42-jährige Polizeihauptmeister der Inspektion Rosenheim sei Ende vergangenen Jahres erstmals dem Bundesamt für Verfassungsschutz aufgefallen, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann dem Magazin. Er habe sich aktiv in einem rechtsextremen Verein mit dem Namen „Die Artgemeinschaft - Germanische Glaubensgemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“ engagiert. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierung erziehe laut Satzung zu „Härte und Hass gegen Feinde“, berichtet das Magazin weiter.

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Romann sagte, er habe sich zum Einsatz der GSG 9 entschlossen, da der verdächtige Bundespolizist privat eine großkalibrige Waffe besitze. „Mit dieser Aktion wollen wir zeigen, dass wir keine Rechtsradikalen in unseren Reihen dulden“, sagte der Chef der Bundespolizei.

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Kommentare (8)
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NOV
11
EsEf, 08:42 Uhr

Au weia ...

'Vorsicht ... ihre Polizei ist bewaffnet und gefährlich!' Um einen alten Sponti-Spruch aus den '80er Jahren zu bemühen. Die 'Artgemeinschaft' wird schon sehr lange vom Verfassungsschutz beobachtet. Allerdings ist sie ein eingetragener Verein und nicht verboten. Der Einsatz könnte deshalb möglicherweise unrechtmäßig gewesen sein und der Beschuldigte könnte sich erfolgreich gerichtlich wehren. Sieht mal wieder nach Symbol-Aktionismus aus, auch wenn bei der Rosenheimer Polizei wirklich der Wurm drin zu stecken scheint.

NOV
11
Name, 07:47 Uhr

Das

Was für ein Unsinn.

NOV
11
Hans Uwe, 03:22 Uhr

symptomatisch

Die Sache stinkt doch. Jahrelang treiben gewaltbereite Polizisten in Rosenheim und Umgebung ihr Unwesen. Immer wird zugesehen oder diese sogar gedeckt. Seit etwa einem Jahr ist der Fall bekannt, aber man tut nichts. . Da man nun ein großes Interesse hat, sich öffentlich reinzuwaschen, ist der Zeitpunkt endlich opportun. Zumindest hat man Angst, dass das wahre Ausmaß auffliegen könnte, sodass man jetzt eine Person mit vergleichsweise großem Risiko aus dem Verkehr zieht. So können die anderen Nazi-Polizisten unbehelligt weitermachen. . Sagt mal, liebe Behörden, für wie dumm haltet Ihr uns eigentlich? Ist es nicht schon immer ein Privileg der Mindergebildeten gewesen, sich für den Klügsten zu halten und alle anderen für dumm zu verkaufen? . Die Schmerzbefreitheit angeblich demokratischer und verfassungstreuer Volksvertreter regt zum Fremdschämen an, immer wieder. Leider hat das Volk wenig aus dem Nationalsozialismus gelernt, sonst würde sie diese Leute, die so etwas befördern, einfach nicht wählen.

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