Weil er sich in einem rechtsradikalen Verein betätigte, fiel ein Polizist aus Rosenheim dem Verfassungsschutz auf. Jetzt hat ihn laut einem Medienbericht die GSG 9 gestoppt.

Berlin/Rosenheim – Die Bundespolizei hat nach einem „Focus“-Bericht ihre Eliteeinheit GSG 9 gegen einen eigenen Beamten eingesetzt, der vermutlich rechtsextrem ist. Der Beamte habe sich ohne Gegenwehr ergeben. Der 42-jährige Polizeihauptmeister der Inspektion Rosenheim sei Ende vergangenen Jahres erstmals dem Bundesamt für Verfassungsschutz aufgefallen, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann dem Magazin. Er habe sich aktiv in einem rechtsextremen Verein mit dem Namen „Die Artgemeinschaft - Germanische Glaubensgemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“ engagiert. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierung erziehe laut Satzung zu „Härte und Hass gegen Feinde“, berichtet das Magazin weiter.

Romann sagte, er habe sich zum Einsatz der GSG 9 entschlossen, da der verdächtige Bundespolizist privat eine großkalibrige Waffe besitze. „Mit dieser Aktion wollen wir zeigen, dass wir keine Rechtsradikalen in unseren Reihen dulden“, sagte der Chef der Bundespolizei.