TV-Jubiläum für "Die Geissens": "Uns ist nie langweilig geworden"

Fast zehn Jahre ist es her, dass "Die Geissens" erstmals im Fernsehen zu sehen waren. Am 3. Januar 2021 feiert die Millionärsfamilie ihr TV-Jubiläum. Im Interview lassen Robert und Carmen Geiss die letzte Dekade Revue passieren.
von  (ncz/spot)
Carmen und Robert Geiss sind seit 1994 verheiratet.
Carmen und Robert Geiss sind seit 1994 verheiratet. © RTLzwei

Seit zehn Jahren leben Robert (56) und Carmen Geiss (55) ihr Leben vor TV-Kameras. Auf Weltreisen, beim Luxus-Einkaufsbummel, oder bei Kindergeburtstagen - in "Die Geissens - Eine schrecklich glamouröse Familie" bieten die Millionäre seit fast 300 Folgen Einblicke in ihr Luxusleben. RTLzwei zeigt ab dem 4. Januar die Jubiläumsstaffel immer montags um 20:15 Uhr. Die Folgen sind nach der Ausstrahlung 30 Tage lang kostenlos auf TVNOW verfügbar.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news lässt das Millionärs-Ehepaar die letzten zehn Jahre Revue passieren, verrät das Geheimnis seiner langen Beziehung und erzählt von Carmens Corona-Erkrankung im Juli.

Herzlichen Glückwunsch zum TV-Jubiläum - wie sieht Ihre persönliche Bilanz nach zehn Jahren aus?

Robert Geiss: Eine sehr positive. Wir gehen auf die 300 Folgen zu, damit sind wir Spitzenreiter der Doku-Soaps. Wir können auf jeden Fall zufrieden sein mit dem, was wir die letzten zehn Jahre gemacht haben.

An welchen Moment aus den zehn Jahren denken Sie besonders gerne zurück?

Carmen Geiss: Ich denke besonders gerne an die Zeit zurück, als unsere Kinder noch klein waren und die Weltreise, die wir gemacht haben. Wir haben insgesamt so viele Highlights als Familie erlebt.

Robert: Es ist ein Glück, dass wir Beruf und Vergnügen verknüpfen können. Dadurch konnten wir wahnsinnig viel Zeit als Familie zusammen verbringen. Hätte ich jeden Morgen um acht ins Büro gemusst und wäre abends um sechs zurück nach Hause gekommen, hätte ich relativ wenig von den Kindern gehabt und ihr Aufwachsen nicht so miterleben können.

Ihre Töchter sind vor den Kameras aufgewachsen und arbeiten inzwischen auch beide als Influencerinnen. Sehen beide ihre Zukunft in der Öffentlichkeit oder wollen sie einen anderen Weg als ihre Eltern einschlagen?

Robert: Die Kinder sind beide noch in einem Alter, in dem sie sich finden müssen. Jeder muss für sich entscheiden, was er in Zukunft machen möchte.

Carmen: Die sind noch relativ unentschieden. Die eine sieht schon einen Weg in der Öffentlichkeit, die andere will Immobilien verkaufen oder Textilien designen. Egal, wofür sie sich am Ende entscheiden - wir werden auf jeden Fall hinter beiden stehen und sie unterstützen.

Gibt es etwas, das Sie rückblickend lieber nicht mit der Welt geteilt hätten?

Robert: Es gab schon Momente, von denen ich mir dachte: "Das muss nicht sein." Aber am Ende gehören die auch dazu. Jeder Mensch macht mal etwas Peinliches oder sagt was Falsches. Das ist authentisch und ich glaube, daher kommt auch unser Erfolg. Wenn alles gescriptet wäre, dann wären wir ja eine Sitcom.

Wo wären Sie heute ohne Ihre TV-Sendung?

Robert: Wahrscheinlich wären wir nicht ganz so viel und intensiv gereist. Ich hätte wahrscheinlich ein paar Häuser mehr und würde zwei Hotels statt einem besitzen, weil ich mehr Zeit fürs Bauen gehabt hätte.

Carmen: Das Fernsehen kam ja auf uns zu, weil wir vorher schon so viel gereist sind. Ich denke schon, dass wir auch ohne die Sendung weiter unsere Reisen gemacht hätten - vielleicht wären wir länger an einem Ort geblieben. Manchmal ist es mit den Kameras ein bisschen hektisch, vielleicht machen mein Mann und ich diese Weltreise nochmal alleine.

Sie sind seit fast 40 Jahren ein Paar und 25 Jahre verheiratet. Was ist das Geheimnis Ihrer langen und erfolgreichen Beziehung, trotz so viel medialer Aufmerksamkeit?

Robert: Uns ist bis heute nicht langweilig geworden. Wir hatten unterschiedliche Episoden unserer Beziehung: Vor den Kindern, mit den Kindern und dann mit dem Fernsehen. Das hat das Ganze sehr abwechslungsreich gemacht.

Carmen: Das Wichtigste ist, dass man nie verstummt. Wir haben uns immer viel zu erzählen gehabt. Selbst wenn ich zum Friseur gehe, komme ich nach Hause und habe ein Buch zu erzählen. Wir sind richtige Labertaschen und haben immer Spaß miteinander.

Carmen, erst kürzlich verrieten Sie, dass Sie im Juli an Corona erkrankt waren. Wie war diese Erfahrung für Sie?

Carmen: Ich hatte nach drei Monaten striktem Lockdown in Frankreich wahnsinnige Angst, Corona zu bekommen. Dann bekam ich nachts auf einmal Schüttelfrost, 39 Grad Fieber und Durchfall. Am nächsten Tag habe ich mich einfach nur schwach gefühlt. Mir ging es überhaupt nicht gut, ich habe zehn Tage lang wenig gegessen und bin gegenüber meiner Familie in Quarantäne gegangen. Ich wollte aber kein großes Ding daraus machen und habe einfach Netflix rauf und runter geguckt.

Hat sich noch jemand angesteckt?

Carmen: Kurioserweise hatte keiner aus der Familie Corona, ich war die einzige.

Robert: Wir haben Carmen vorgeschickt - einer musste das Ganze ja mal ausprobieren.