Zverev lehnt Davis Cup weiterhin ab: Vorschlag für Format

Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev hat seine Kritik am Davis-Cup-Modus bekräftigt und einen Kompromissvorschlag für mehr Spannung und Emotionen gemacht. Anders als jahrzehntelang praktiziert, findet der Nationenwettbewerb seit 2019 nicht mehr über das Jahr verteilt in den jeweiligen Teilnehmerländern statt. Das missfällt Zverev, der 2019 bei dem Event in Madrid nicht antrat.
von  dpa
Alexander Zverev während einer Pressekonferenz.
Alexander Zverev während einer Pressekonferenz. © Sven Hoppe/dpa/Aktuell

Nach einer Modusänderung werden die Davis-Cup-Viertelfinals in diesem November nicht nur in der spanischen Hauptstadt, sondern auch in Innsbruck und Turin stattfinden. Darauf angesprochen meinte Zverev am Montag in München: "Für mich hat sich da nicht viel geändert." Teamchef Michael Kohlmann hatte zuvor der "Bild" gesagt, dass er in der Woche bei Zverev nochmal nachfragen werde. Offenbar hat der Profi aber weiter keine Lust, unter den Bedingungen Davis Cup zu spielen.

"Ich hoffe, dass wir wieder zum alten System zurück kommen, dass die Emotionen, die Leidenschaften, die Passion zurück kommt", sagte der Weltranglistensechste. All das fehle in dem jetzigen Format. "Im Moment ist es einfach nur "ein Turnier"", bekräftige der Hamburger und verglich den Davis Cup mit dem ATP Cup Anfang Februar.

Sollten sich die Veranstalter des Davis Cups gegen eine Rückkehr zur alten Spielweise sperren, hat Zverev einen Kompromiss im Sinn. Man können den Davis Cup aufziehen wie eine Fußball-WM, sagte er, "einmal alle vier oder drei Jahre das Ding groß machen und dann im Sommer in verschiedenen Städten in einem Land spielen".

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