Wie die Sixdays die Kurve kriegen wollen

Die Sixdays im November in der Olympiahalle in neuem Glanz: Trachten, Blasmusik, Party und eine neue Bar – nur Topstar Zabel ziert sich bislang noch.
von  Abendzeitung
Noch ziert sich Erik Zabel, für die Sixdays wäre er eine Bereicherung.
Noch ziert sich Erik Zabel, für die Sixdays wäre er eine Bereicherung. © dpa

Die Sixdays im November in der Olympiahalle in neuem Glanz: Trachten, Blasmusik, Party und eine neue Bar – nur Topstar Zabel ziert sich bislang noch.

MÜNCHEN Bis zum Schluss schwebte ein großes Fragezeichen über den Köpfen der Veranstalter des Münchner Sechstagerennens. Das traditionsreiche Event war 2007 wegen miserabler Besucherzahlen gefloppt, es stand sogar kurzzeitig vor dem Aus. Schnee von gestern – mit neuem Mut, runderneuertem Programm und einem um 25 Prozent aufgestockten Etat wollen die Organisatoren bei den 45. Sixdays (6. bis 11. November) die Kurve kriegen.

„Mit einer Umfrage haben wir erforscht, was sich die Leute vom Sechstagerennen erwarten“, erklärt Veranstalter Klaus Cyron, „daran haben wir uns orientiert.“ Einfach war das nicht. Denn den typischen Sixdays-Besucher gibt es einfach nicht: Hier treffen Alt und Jung, Unternehmer und Arbeiter, Rentner, Studenten und Familien kreuz und quer gemischt aufeinander. Und sie alle haben andere Bedürfnisse, weshalb jeder Veranstaltungstag nun unter einem anderen Motto stehen soll: Etwa Trachten und Blasmusik am Freitag, Party am Samstag, Familie am Sonntag. Und natürlich jede Menge Radsport, denn „Alle wollen ein sportliches Top-Niveau“, sagt Cyron.

Damit die Besucher den Bahnradsport besser verstehen, wird momentan sogar ein Sixdays-Lehrvideo produziert. Dieses soll auf einer Großleinwand in der Olympiahalle präsentiert werden. Dazu soll Sigi Renz, langjähriger sportlicher Leiter und Sixdays-Urgestein, per Mikrofon Insiderwissen preisgeben. „Ich bin jetzt schon nervös“, sagt der 70-Jährige.

Gerne hätte Renz einen Olympiasieger in München vorgestellt, doch „es haben leider die Falschen in Peking gewonnen“, klagt er, der offiziell noch keinen Starter benennen wollte. „Ich stehe mit vielen Fahrern in Verhandlung.“ Auch mit Altmeister Erik Zabel. Doch noch fehlt die Zusage des 38-jährigen Milram-Profis, was wohl auch an dessen hoher Antrittsgeld-Forderung liegt. Renz: „Wir müssen ein bisschen auf’s Geld achten. Wenn Erik vielleicht etwas nachgibt, werden wir uns schon noch einig.“

thi