Weiteres Video von Tennisspielerin Peng Shuai aufgetaucht

Chinas Staatsmedien haben ein weiteres Video in Umlauf gebracht, in dem angeblich die als verschwunden geltende Tennisspielerin Peng Shuai zu sehen ist.
| dpa
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Peng Shuai hatte Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs veröffentlicht.
Peng Shuai hatte Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs veröffentlicht. © Mark Schiefelbein/AP/dpa/Archivbild
Peking

Auf Twitter veröffentlichte Hu Xijin, Chefredakteur der Staatszeitung "Global Times", einen kurzen Clip, der Peng Shuai bei der Eröffnung eines Jugend-Tennisturniers am Sonntag in Peking zeigen soll. Zu sehen ist, wie sie zusammen mit anderen Gästen namentlich aufgerufen und vom Publikum mit Applaus begrüßt wird. Sie winkt und lächelt kurz, ergreift aber nicht selbst das Wort. 

WTA-Chef: "Dieses Video alleine ist nicht ausreichend"

Peng Shuai hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo einen chinesischen Spitzenpolitiker des sexuellen Übergriffs beschuldigt. Seither wurde die Chinesin nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Bereits zuvor hatte das chinesische Staatsfernsehen auf Twitter angeblich aktuelle Fotos des Tennisstars verbreitet. Am Samstag wurde dann - ebenfalls per Twitter - eine Videoaufnahme verbreitet, die Peng Shuai beim Abendessen mit Freunden in einem Pekinger Restaurant zeigen soll. 

"Dieses Video alleine ist nicht ausreichend", hatte Steve Simon, Chef der internationale Damentennis-Organisation WTA, den Restaurant-Clip kommentiert. "Während es positiv ist, sie zu sehen, bleibt es unklar, ob sie frei ist und ihre eigenen Entscheidungen treffen kann." Es werde damit nicht klar, ob sie ohne Zwang handeln könne. Er sorge sich weiterhin um ihre Gesundheit und Sicherheit und darüber, dass ihr Vorwurf eines sexuellen Übergriffs offensichtlich zensiert werde, sagte Simon. Wegen der Affäre droht die WTA mit dem kompletten Rückzug der Tennis-Tour aus China.

Weltweit wurde in den vergangenen Tagen Aufklärung im Fall der früheren Nummer eins der Doppel-Weltrangliste gefordert. Selbst das Weiße Haus unter US-Präsident Joe Biden äußerte sich "zutiefst besorgt".

© dpa-infocom, dpa:211120-99-78463/3

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