Neuer Stammkeeper bei 1860? Hofmann wills einfach nur genießen

Ziemlich genau ein Jahr nach seinem letzten Pflichtspiel wird Löwen-Urgestein Michael Hofmann am Sonntag gegen St. Pauli wieder bei 1860 im Tor sein. Er will's genießen, als ob's sein letztes wäre.
von  Abendzeitung
Michael Hofmann war 14 Jahre beim TSV 1860.
Michael Hofmann war 14 Jahre beim TSV 1860. © sampics/Augenklick

MÜNCHEN - Ziemlich genau ein Jahr nach seinem letzten Pflichtspiel wird Löwen-Urgestein Michael Hofmann am Sonntag gegen St. Pauli wieder bei 1860 im Tor sein. Er will's genießen, als ob's sein letztes wäre.

Michael Hofmann ist längst der dienstälteste Löwe. Seit Juli 1996 ist der gebürtige Bayreuther schon an der Grünwalder Straße - richtig unumstritten war er aber selten. Phasen, in denen der Statisitk-Freak absolute Nummer 1 im Tor war wechselten sich regelmäßig ab mit gefühlt ewig dauernden Bankperioden. Immerhin brachte er es in den letzten zwölf einhalb Jahren auf 80 Bundesliga- und 70 Zweitligaeinsätzen.

Am Sonntag wird Hofmann seine Quote wieder aufstocken, der neue Löwen-Trainer Uwe Wolf hat den jungen Philipp Tschauner wieder auf die Bank verbannt und setzt lieber auf den 36 Jahre alten Hofmann. "Er hat das gewisse Siegergen und kann die anderen mitreißen", sagte Wolf.

Hofmanns Comeback kam freilich so überraschend, dass der Statistik-Freak sich auch nach einigem Grübeln nicht mehr erinnern konnte, das wievielte Comeback das Spiel gegen den Kultklub aus Hamburg für ihn sein würde. "Ist doch auch egal. Ich habe mir schon, als ich 2007 zum ersten Mal meinen Stammplatz an Philipp verloren habe, gesagt, dass ich ab sofort jedes Spiel so genießen würde, als ob es mein Letztes sein würde für die Löwen."

Aber natürlich wünscht sich Hofmann, der sein bislang letztes Spiel vor ziemlich genau einem Jahr beim Pokalknaller gegen die Bayern machte - Hofmann verletzte sich bei einem Zusammenstoß mit Luca Toni, musste raus und saß fortan nur noch auf der Banlk - jetzt weitere Einsätze für die Löwen. Schließlich läuft sein Vertrag Ende der Saison aus. Und für die Pensionierung fühlt sich Hofmann eindeutig noch zu jung.