Löwen-Pk mit Benno Möhlmann zum Nachlesen

Kellerderby am 13. Spieltag: Wenn der TSV 1860 am Sonntag den MSV Duisburg empfängt, ist das bereits Abstiegskampf pur. Sehen Sie hier die PK mit Trainer Möhlmann zum Nachlesen.
von  az
Hat sich von seiner Gallenblasen-OP wieder erholt: Löwen-Trainer Benno Möhlmann
Hat sich von seiner Gallenblasen-OP wieder erholt: Löwen-Trainer Benno Möhlmann © dpa

München - Die Löwen als Vorletzter stehen gewaltig unter Druck: Holt man gegen den Tabellenletzten aus Duisburg wieder keinen Dreier, dann steht den Giesingern das Wasser – mal wieder – bis zum Hals. Wie die Mannschaft dieses Szenario abwenden will, erzählt der wiedergenesene 1860-Coach Benno Möhlmann in der Pressekonferenz. Die AZ ist live vor Ort.

Die PK mit Möhlmann zum Nachlesen:

12:54 Uhr: Hallo und herzlich willkommen zum AZ-Liveticker, wir berichten für Sie von der Abschluss-Pressekonferenz vor dem Kellerduell des TSV 1860 gegen den MSV Duisburg. Chefcoach Benno Möhlmann wird gleich seinen ersten Auftritt nach seiner Gallenblasen-OP haben. Wir sind gespannt, was er zu erzählen hat! -

12:57 Uhr: Ganz vorne und ganz hinten könnte der Chefcoach seine Startelf gegen die Zebras verändern: Pokal-Stammkeeper Stefan Ortega stand beim Training zunächst in der Startelf, bevor er mit Liga-Stammtorwart Vitus Eicher wieder die Rollen tauschte. Und auch die eigentliche Nummer Eins im Sturm, Rubin Okotie, musste erstmal in der Reserve-Elf auflaufen. Beim 2:1 im Pokal gegen Mainz hatte der Österreicher zwar getroffen, musste aber Stefan Mugosa den Vortritt lassen - der hatte ebenfalls eingenetzt. -

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12:58 Uhr: Möhlmann ist im Pressecontainer angekommen. "Zurück an der Front", sagt Pressesprecherin Lil Zercher. Los geht's! -

13:00 Uhr: Möhlmann beginnt: "Ich bin auch froh, dass ich wieder hier bin. Ich habe die ganze Geschichte vielleicht ein bisschen zu leicht eingeschätzt. Es war keine Magen-Darm-Geschichte, von Anfang an nicht. Es war eine Entzündung der Gallenblase, dier schon porös war. Dadurch blieb nichts anderes übrig, als sie zu entfernen. Das haben die Ärzte im Rotkreuz-Krankenhaus gut gemacht, vielen Dank nochmal an dieser Stelle." -

13:01 Uhr: Der Chef spricht auch seinen Assistenten ein Wort des Dankes aus: "Ich bedanke mich auch bei Kurt Kowarz, der die Federführung übernommen hat. Und auch bei Sven Kmetsch und Collin Benjamin, die die Arbeit auf dem Platz übernommen haben. Das hat gut funktioniert." -

13:02 Uhr: Möhlmann weiter: "Was leider nicht so gut funktioniert hat: Die Situation in der Liga ist nicht besser geworden. Wenn wir alle zusammen auf dem Platz arbeiten, können wir am Sonntag erfolgreich sein. Duisburg geht es auch nicht besser als uns, die wollen auch da unten weg. Aber wir müssen mehr wollen, müssen das als Basis 90 Minuten lang auf den Platz bringen. Und dann bin ich auch optimistisch, dass wir den ersten Dreier der Saison einfahren." -

13:04 Uhr: Wie war's für den Chef nach dem Sensations-Sieg gegen Mainz? "Ich habe mich riesig gefreut. Aber es war nicht so, wie es oft hieß, dass der Sieg zu meiner Genesung beigetragen hat. Es war ja nicht alles gut. Ich hatte in der zweiten Halbzeit das Gefühl, dass wir nochmal kommen. Dass wir das Ding drehen, war umso besser. Ich habe es zuhause gesehen, mein Sohn ist etxra vorbeigekommen. Der studiert zwar in Braunschweig, aber hat wohl gedacht, den alten Mann kann ich nicht alleine lassen." -

13:06 Uhr: Nach dem Pokalsieg hat der Trainer etwas mehr Auswahl: "Das ist ja das Schöne und in der augenblicklichen Lage unser geringstes Problem. Gut, dass ich mich entscheiden kann. Ich habe schon eine Vorstellung. Die Spannung tut den Jungs ganz gut. Rubin Okotie kam im Pokal rein, war sofort hellwach und hat den Siegtreffer herausgeholt. Das ist genau das richtge Verhalten, das man an den Tag legen muss, wenn man nicht von Beginn an spielt. Spieler haben die Pflicht, für die Startelf zu arbeiten, aber sie haben nicht das Recht, zu spielen. Das müssen sie sich erarbeiten." -

13:08 Uhr: Fragen zum Personal lässt er also nicht zu, sagt aber: "Das haben wir ja klar festgelegt, wer im Tor steht: Das wir wieder Vitus Eicher sein. Wir haben ja gesagt, dass das so bleibt, wenn er keine groben Schnitzer macht. Und für Stefan, für den es natürlich nicht immer einfach ist, haben wir ja nochmal ein Pokalspiel im Dezember." -

13:09 Uhr: Was hat sich verbessert? "Die Ansätze, dass wir Wege nach vorne gesucht haben. Wir haben uns in dem Spiel gegen Mainz, ähnlich im Freundschaftsspiel gegen Wacker Innsbruck, nach vorne angeboten. So haben wir die Rote Karte provoziert, die Flanke vor dem zweiten Tor geben können. Solche Dinge muss die Mannschaft positiv aufnehmen. Das war gegen Fürth noch nicht so gut zu sehen." -

13:11 Uhr: Große Brisanz durch das Kellerduell, Herr Möhlmann? "Solche Dinge ergeben sich von selbst. Natürlich wollen wir dieses Spiel gewinnen, keine Frage. Es ist das einzige Spiel, das wir gewinnen können im Moment. Mehr nicht. Ich glaube, die Mannschaft schätzt das sehr gut ein. Sie freut sich, dass sie gewonnen hat, aber dass wir in der Liga noch keinen Schritt weiter gekommen sind. Der Weg ist sowieso weit, und lang, und groß - den können wir nur gemeinsam gehen. Wenn wir 2:0 gegen Duisburg gewinnen, ist es ja auch noch nicht vorbei." -

13:12 Uhr: "Je weniger Leute an uns glauben, desto mehr müssen wir selbst an uns glauben. Das können wir beeinflussen, und das werden wir tun." -

13:13 Uhr: Ein Wort zum Personal: "Rodnei kann nicht, da wird es auch so sein, das wir weitere ärztliche Auskunft einholen werden über seinen Zustand. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass es keinen Sinn macht, ihn in diesem halbfitten Zustand auf dem Platz zu lassen. Das muss behandelt werden, bis er wieder 100 prozentig fit wird - ob in dieser Hinserie oder erst später. Höchstwahrscheinlich kommt das von weiter oben", meint Möhlmann und meint damit nicht die zuerst diagnostizierten muskulären Probleme im Oberschenkel, sondern wohl eben Rodneis große Problemzone: die Leiste.-

13:15 Uhr: Eine Frage zur Pokal-Auslosung: "Dazu werden wir uns jetzt nicht treffen und das gemeinsam ansehen. Ich bin als Pragmatiker der falsche Mann für eine solche Frage, ich kann es ja nicht beeinflussen: Ich wünsche mir einen guten Gegner, den wir schlagen." -

13:16 Uhr: Nochmal ein Wort über den Gegner, oder über sich selbst: "Entscheidend gegen Duisburg sind wir, nicht Duisburg: Wir müssen in Ballbesitz schnell und mutig nach vorne kommen, unsere Aktionen schneller, und effektiver hinkriegen, als wir das in der Vergangenheit hinbekommen haben." -

13:17 Uhr: Eine interessante Information: Das Training wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. -

13:19 Uhr: Warum fällt es den Löwen so schwer, selbst das Spiel zu machen? "Wenn wir entschlossener, schneller agieren, ist klar, dass wir bessere Möglichkeiten haben. Wenn der Gegner erstmal steht, wird's schwer. Und wenn man keine Erfolgserlebnisse hat, wird es eben schwerer, an sich zu glauben", sagt Möhlmann. Zercher ergänzt: Wir erwarten zwischen 14.000 und 15.000 Zuschauer - wegen Allerheiligen werde mit einigen tausend weniger gerechnet. -

13:21 Uhr: So, das war's dann auch von der Pressekonferenz mit dem Cheftrainer, Möhlmann verlässt das Pressecontainer und empfiehlt sich. Wir bedanken uns fürs Mitlesen und tun dasselbe - bis zum Löwen-Auftritt am Sonntag gegen die Zebras. Auf Wiedersehen! -