Löwen-Legende Lorant spricht über seine Alkoholfahrt

Der Trainer wird mit 1,1 Promille erwischt. "Das war blöd, aber es ist halt passiert".
von  Matthias Eicher
Wurde wegen Trunkenheit am Steuer von der Polizei angehalten: Kult-Löwentrainer Werner Lorant.
Wurde wegen Trunkenheit am Steuer von der Polizei angehalten: Kult-Löwentrainer Werner Lorant. © imago/HJS

Diese Punkte dürfte Werner Lorant deutlich unwilliger "eingefahren" haben als seine Siege zu den Glanzzeiten der jüngeren Vereinsgeschichte des TSV 1860: Der Kult-Trainer (1992 bis 2001) wurde Mitte Februar auf der mitternächtlichen Rückfahrt aus Österreich, wo er den Viertligisten Hallein trainiert, zu seinem Wohnort Waging am See kontrolliert – und erwischt: 1,1 Promille soll der 68-Jährige laut Bild bei der Kontrolle am Grenzübergang Walserberg-Autobahn im Blut gehabt haben.

"Das war blöd, aber es ist halt passiert"

"Ja, und jetzt? Das war blöd, aber es ist halt passiert – und abgehakt", bestätigte Lorant der AZ in gewohnter Grantel-Manier, wie er früher wohl eine Niederlage abgehakt hätte – nach unzähligen Wutausbrüchen an der Seitenlinie. Im Umgang mit dem Gesetz dürfte ihm seine knorrige Art kaum weiterhelfen, denn ein Nachspiel wird unweigerlich folgen, und zwar in Form eine Strafverfahrens wegen Trunkenheit im Verkehr. Lorant muss nach Angaben der Bild mit einer dicken Geldstrafe, einem Führerscheinentzug und maximal drei Punkten in Flensburg rechnen. Es könne sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr drohen.

"Noch ist der Führerschein ja da"

"Noch ist der Führerschein ja da, und ich muss ja auch ein paar mal pro Woche zu meinen Jungs fahren", so Lorant über seinen Trainerjob, für den er zwischen seinem Apartment auf einer Campingplatz-Anlage und dem Ort nahe Salzburg pendelt. Den Vorwurf, dass er die Beamten beleidigt haben soll, wollte er nicht kommentieren. "Wenn der Schein dann weg ist, habe ich schon einen Fahrer. Der Rest interessiert mich nicht."

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