Kirmaier gibt nicht auf

1860-Mitglied Helmut Kirmaier hält das Löwen-Präsidium noch immer nicht für ordnungsgemäß ins Amt gekommen und legt Beschwerde gegen das Urteil des Amtsgericht ein. Auch um den Jahresabschlussbericht 2011/2012 des TSV 1860 gibt es Verwirrung
von  fil
1860-Präsident Gerhard Mayrhofer muss künftig mit anderen Menschen zusammenarbeiten bei 1860.
1860-Präsident Gerhard Mayrhofer muss künftig mit anderen Menschen zusammenarbeiten bei 1860. © sampics

München - Kurz vor der Mitgliederversammlung des TSV 1860, bei der Gerhard Mayrhofer zum Präsidenten gewählt wurde, hatte das Löwen-Mitglied Helmut Kirmaier beim Amtsgericht moniert, dass Mayrhofers Vorgänger Hep Monatzeder nicht ordnungsgemäß bestellt worden sei und die Mitgliederversammlung darum nicht beschlussfähig sein würde. Kiermaier hatte darum, Erich Meidert als Notvorstand vorgeschlagen.

Das Amtsgericht hatte die Beschwerde zurückgewiesen, Kiermaier sollte auf den 9000 Euro Prozesskosten sitzen bleiben. Gegen den Beschluss und den festgesetzten Streitwert (550.000 Euro) hat Kiermaier nun, wie die "SZ" berichtet, Beschwerde eingelegt. Als Notvorstand hat Kirmaier nun außerdem einen Anwalt vorgeschlagen. "Ich kann Herrn Kirmaier nicht daran hindern. Er muss wissen, was er tut. Ansonsten interessiert Herr Kiermaier mich wenig. Wir wollen solche Mitglieder nicht", sagte Mayrhofer der "SZ"

Verwirrung herrscht rund um die Grünwalder Straße auch um den Geschäftsbericht der 1860-KGaA für die Saison 2011/2012. Der TSV ist verpflichtet, die Bilanz offenzulegen, eigentlich hätte sie schon im Juli im Bundesanzeiger veröffentlicht werden sollen - was nicht geschah. 1860 droht deswegen ein Ordnungsgeld in dreistelliger Höhe. Geschäftsführer Robert Schäfer erklärte dem Blatt zufolge, dass der Bericht längst fertig sei, Investor Hasan Ismaik ihn seit Februar vorliegen, aber nicht unterschrieben hätte. Ismaiks Seite aber beteuerte, Ismaik hätte den Bericht schon "vor geraumer Zeit" unterschrieben.