Daniel Wein: Sechzigs Dauerbrenner und Dauerläufer

Der TSV 1860 steht nach dem 27. Spieltag auf dem sechsten Platz in der Dritten Liga. Wer überzeugte in der bisherigen Saison bei den Münchnern? Und wer hat Verbesserungsbedarf? In Teil zwei der AZ-Serie steht das Mittelfeld der Löwen im Fokus.
von  Christina Stelzl
Meppens Deniz Undav (links) im Zweikampf mit Daniel Wein.
Meppens Deniz Undav (links) im Zweikampf mit Daniel Wein. © imago images / Beautiful Sports

München - Das Coronavirus hat den Fußball voll im Griff. Auch in der Dritten Liga ruht bis mindestens Ende April der Ball. Zeit, um eine Zwischenbilanz beim TSV 1860 zu ziehen.

In Teil zwei des dreiteiligen AZ-Checks geht es um das Mittelfeld der Löwen: 

Anhand der Noten der AZ-Reporter an den ersten 27 Spieltagen wurde Sechzigs bester Mittelfeldakteur in der bisherigen Drittliga-Saison ermittelt. Voraussetzung: Ein Spieler wurde mindestens zehn Mal benotet.

Daniel Wein überzeugt, Benjamin Kindsvater fällt ab

Mit einer Durchschnittnote von 3,0 ist Daniel Wein bester Mittelfeldspieler in der laufenden Saison. Auf Platz zwei liegt Spielmacher Efkan Bekiroglu mit einem Durchschnittswert von 3,1.

Dahinter folgen Dennis Dressel, der durchschnittlich mit 3,2 bewertet wurde und Publikums-Liebling Timo Gebhart mit einer Durchschnittsnote von 3,4. Benjamin Kindsvater, der verletzungsbedingt nur in der ersten Saisonhälfte zum Einsatz kam, liegt mit einem Wert von 3,8 auf dem letzten Platz.

Wein ist Sechzigs Dauerläufer

Ein guter Wein muss reifen, heißt es. Beim TSV 1860 muss er laufen: Mit Daniel Wein haben die Löwen einen Dauerbrenner in ihren Reihen - einen Abräumer, der für seine Laufstärke bekannt ist. Wein, 26-jähriger Mittelfeldspieler der Sechzger, gilt in der Zentrale als gesetzt.

Der gebürtige Münchner absolvierte 24 Einsätze in der laufenden Spielzeit und steuerte dabei drei Assists bei. Die größten Stärken des 1,84 Meter großen Profis liegen allerdings in der Defensive. Der ehemalige Nachwuchsspieler des FC Bayern besticht mit seiner Bissigkeit und Zweikampfstärke. Nichts erledigt Wein lieber, als die gegnerischen Angriffe im Keim zu ersticken.

Meppens Deniz Undav (links) im Zweikampf mit Daniel Wein.
Meppens Deniz Undav (links) im Zweikampf mit Daniel Wein. © imago images / Beautiful Sports

Wein überzeugt mit seiner Konstanz

Die wohl größte Qualität des Löwen ist seine überragende Laufstärke, die er stets in den 90 Minuten plus Nachspielzeit abspult: Kein Weg ist ihm zu weit, kein Spurt zurück zu kräfteraubend. Wein, der selbst Verbesserungspotenzial in der Offensive angibt, ist auf der so wichtigen Position der Löwen-Mitte kaum wegzudenken.

Gerade im Zusammenspiel mit einem offensiveren Kollegen wie Spielmacher Efkan Bekiroglu glänzte Wein regelmäßig damit, Bekiroglu den Rücken freizuhalten. Wein ist auch deshalb der notenbeste Mittelfeldmann der Sechzger, weil er sich so gut wie keine Fehler oder Formschwankungen leistet. Wein, Sechzigs Meister der Konstanz, läuft einfach immer weiter.

Überblick: Die Benotung der Mittelfeldspieler des TSV 1860

  • Daniel Wein 3,0 (24 Bewertungen)
  • Efkan Bekiroglu 3,1 (17 Bewertungen)
  • Dennis Dressel 3,2 (19 Bewertungen)
  • Timo Gebhart 3,4 (13 Bewertungen)
  • Benjamin Kindsvater 3,8 (11 Bewertungen)

Youngster Fabian Greilinger ist lediglich sechs Mal benotet worden (Durchschnittswert von 3,5). Kristian Böhnlein, der die Löwen im Sommer verlässt, kommt auf drei Bewertung (Note 3,7). Quirin Moll, der nach seinem Kreuzbandriss erst kürzlich sein Comeback feierte, und Simon Seferings wurden nur ein Mal bewertet (jeweils Note 4,0).

Lesen Sie hier Teil eins der Serie: Die Löwen-Abwehr im Check