Triathlon-Superstar Frodeno feiert klaren Sieg in Miami

Jan Frodeno ist wieder da - und wie. Er gewinnt die Challenge Miami. Die Konkurrenz hängt er auf der abschließenden Laufstrecke ab. Bei den Frauen hätte Anne Haug gern gleiches vollbracht - stattdessen verfolgt sie die Rennen aus einem Quarantäne-Hotel.
| dpa
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Triathlon-Star Jan Frodeno war in Miami nicht zu schlagen.
Triathlon-Star Jan Frodeno war in Miami nicht zu schlagen. © Daniel Karmann/dpa
Miami

Jan Frodeno hat sein erstes Rennen seit dem WM-Triumph auf Hawaii im Oktober 2019 zu einer weiteren Demonstration seiner Stärke genutzt und einen eindrucksvollen Sieg gefeiert.

Der 39 Jahre alte Triathlon-Star setzte sich bei der Challenge Miami trotz seiner chaotisch-verspäteten Anreise nach Florida mit über zweieinhalb Minuten Vorsprung in einem topbesetzten Feld durch.

Frodeno genoss nach 17-monatiger Rennpause sichtlich den roten Teppich auf den letzten Metern - der coronabedingt nicht von Zuschauern gesäumt wurde - und stieß mit dem Zielbanner in den Händen einen lauten "Jaaaaaa"-Schrei aus. "Ihr wisst, ich will immer das Beste erreichen", sagte Frodeno: "Ich bin um 3 Uhr nachts wach geworden, weil ich nervös war. Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind."

Zweiter hinter dem dreimaligen Ironman-Weltmeister wurde auf dem Homestead-Miami Speedway der Kanadier Lional Sanders. Auf Rang drei über 1,5 Kilometer Schwimmen, 60,3 Kilometer Radfahren und 16,9 Kilometer Laufen kam Ben Kanute aus den USA.

Frodeno hatte sich Tage vor dem Wettkampf nach Angaben von Trainer Dan Lorang einen Zeh angeschlagen und war dadurch beim Laufen gehandicapt. Nach dem Schwimmen und auch nach dem Radfahren hatte Frodeno noch nicht in Führung gelegen, die übernahm er nach wenigen Metern auf dem letzten Teilstück.

Dabei hatte der US-Trip denkbar ungünstig begonnen für Frodeno. Bei der geplanten Abreise vor einer Woche von Barcelona aus hatte ein Dokument gefehlt. Erst am Dienstag nach einigen Telefonaten und E-Mails war es via Frankfurt/Main für den Wahl-Spanier losgegangen.

Für Ironman-Weltmeisterin Anne Haug kam die große Enttäuschung dagegen vor Ort. Nach einem positiven Corona-Testbefund konnte die Bayreutherin beim Rennen nicht starten und verfolgte den Sieg der Britin Jodie Stimpson aus ihrem Zimmer im Quarantäne-Hotel. Sie rechnet damit, dass sie "erstmal eine Woche" in Miami in der Isolation verbringen muss, sagte sie bei "sportschau.de" während der Übertragung der Challenge Miami.

© dpa-infocom, dpa:210313-99-804365/2

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