Sportlervereinigung attackiert IOC im Fall Peng Shuai

Im Fall der Tennisspielerin Peng Shuai hat die Sportlervereinigung Global Athlete das IOC und dessen Präsidenten Thomas Bach hart attackiert.
| dpa
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Im Fall Peng Shuai hat die Sportlervereinigung Global Athlete das IOC hart attackiert.
Im Fall Peng Shuai hat die Sportlervereinigung Global Athlete das IOC hart attackiert. © Eric Feferberg/AFP/dpa
Berlin

Die Mitteilung des Internationalen Olympischen Komitees über eine Video-Schalte Bachs mit der Chinesin mache "das IOC mitschuldig an der bösartigen Propaganda der chinesischen Behörden und deren mangelndem Interesse an grundlegenden Menschenrechten und Gerechtigkeit", teilte die Athleten-Union mit.

Peng Shuai hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht. Danach war sie zunächst nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Das IOC hatte am Sonntag mitgeteilt, Bach habe ein Videotelefonat mit der Tennisspielerin geführt. Diese habe erklärt, sie sei in Sicherheit.

Global-Athlete-Zweifel trotz Videoschalte

Global Athlete indes betonte, dass eine Videoschalte keineswegs garantiere, dass Peng Shuai sicher und wohlauf sei. In der Stellungnahme des IOC werde nicht erwähnt, dass die 35-Jährige Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs erhoben habe und zwei Wochen verschwunden gewesen sei. Mit seiner Einladung zum Abendessen an Peng Shuai habe Bach die "todernste Situation verspottet, die leider zu vielen weiblichen Athleten sehr vertraut ist".

Die Sportlervereinigung erneuerte ihre Forderung, Chinas Olympisches Komitee zu suspendieren, bis Peng Shuai eine sichere Ausreise aus China ermöglicht werde und ihre Vorwürfe Gegenstand einer Untersuchung würden. Mit seiner Haltung in der Sache habe das IOC erneut bewiesen, dass es "Athleten im Stich lässt, an der Seite von gewaltsamen autoritären Regimen steht und Menschenrechte ignoriert", hieß es in der Stellungnahme von Global Athlete.

Für das IOC hat der Fall zusätzliche Brisanz, da Chinas Hauptstadt Peking im Februar Gastgeber der Olympischen Winterspiele ist.

© dpa-infocom, dpa:211122-99-94775/2

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