Scharapowa setzt Siegeszug in Stuttgart fort

Nach ihrem Comeback nach abgesessener Dopingsperre stürmt Maria Scharapowa ins Halbfinale von Stuttgart. Danach schwärmt sie von ihrer Rückkehr. Laura Siegemund steht überraschend im Halbfinale.
von  sid
Maria Scharapowa steht im Halbfinale.
Maria Scharapowa steht im Halbfinale. © dpa

Stuttgart - Superstar Maria Scharapowa hat den Siegeszug nach ihrer Dopingsperre fortgesetzt und steht im Halbfinale des WTA-Turniers in Stuttgart. Die 30-jährige Russin bezwang Qualifikantin Anett Kontaveit (Estland) dank einer erneut überzeugenden Leistung klar mit 6:3, 6:4.

"Sie hat mich wirklich gefordert, ich musste gut spielen", sagte Scharapowa und meinte: "Ich habe große Freude auf dem Court. Nach meiner Pause ist jede Turnier-Teilnahme etwas Großes für mich."

Nach 1:23 Stunden verwandelte Wildcard-Inhaberin Scharapowa den ersten Matchball und feierte ihren dritten Erfolg in Serie nach dem Ablauf ihrer 15-monatigen Sanktion wegen Meldonium-Missbrauchs.

In der Partie um den Sprung ins Endspiel trifft die frühere Nummer eins am Samstag auf Kerber-Bezwingerin Kristina Mladenovic (Frankreich), die die Spanierin Carla Suarez Navarro mit 6:3, 6:2 bezwang.

Scharapowa hat das Sandplatzturnier bislang dreimal gewonnen (2012-2014). Mit einem Finaleinzug könnte sie sich zudem die Teilnahme an der Qualifikation für die French Open und für Wimbledon sichern. "Das war aber nicht das Ziel, als ich hier angetreten bin. Ich will mich einfach verbessern", sagte sie.

Siegemund im Halbfinale

Nach einem spannenden Marathon-Match zoog Lokalmatadorin Laura Siegemund  überraschend ins Halbfinale ein. Die Vorjahresfinalistin gewann am Freitagabend gegen die Weltranglisten-Dritte Karolina Pliskova aus Tschechien nach einem 2:5 zu Beginn noch mit 7:6 (7:3), 5:7, 6:3.

Die 29-Jährige aus Metzingen war im Vorjahr beim Porsche Grand Prix unerwartet bis ins Endspiel vorgedrungen. Im Halbfinale am Samstag bekommt es die Weltranglisten-49. mit Simona Halep aus Rumänien oder der Lettin Anastasia Sewastowa zu tun. Die topgesetzte Titelverteidigerin Angelique Kerber (Kiel) war bereits am Donnerstagabend in ihrem Auftaktmatch mit 2:6, 5:7 an Mladenovic gescheitert.

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